 | | Ferientour 1991: Schweizer Jura |  |
Am Mittwoch 24. Juli, in aller Herrgottsfrühe, nahm das
Unternehmen (oder Abenteuer, je nachdem) Ferientour ihren Anfang. Der
ausgeklügelte Transportplan glückte wider Erwarten, und so
feierte das Dutzend (genau) im Flughafen Cointrin seine
Wiedervereinigung.
Für die erste Etappe (Genf-St.Cergue) übernahm Martin
Stieger den Chauffeurposten in unserem mit allen Schikanen
ausgerüsteten Begleitbus (u.a. Video, Kühlschrank,
Kochherd). Schon bald begann die Strasse zum Col de la Faucille hin
anzusteigen, und in Kürze wusste jeder einzelne über seinen
exakten Konditionsstand bestens Bescheid. Von der Passhöhe
wäre es dann nicht mehr weit bis zum Ziel gewesen...Der Abend in
unserem heimeligen Naturfreunde-Châlet verlief ausgesprochen
kurzweilig, und auch die Nacht bot aufmerksamen Zuhörern
einiges.
Am nächsten Morgen lachte uns wiederum der grauverhangene
Himmel entgegen. Für unser Tagespensum nach Yverdon
übernahm Toni Eilinger das Amt des motorisierten Begleiters, was
ihn erheblich weniger ins Schwitzen geraten liess. Nachdem das Dach
der Tour, der Col du Marchairuz, für einige Unruhe im Peloton
gesorgt hatte, strebte man auf fast ständig abfallender Strasse
und flottem Rückenwind dem Tagesziel entgegen. Ein kleiner
kulturhistoricher Exkurs in Romainmôtier und mehrere
Regengüsse verhinderten, dass wir noch länger vor der Jugi
in Yverdon warten mussten.
Die längst versprochene Wetterbesserung war auch am folgenden
Morgen nicht eingetroffen. Im Gegenteil, es goss wie aus Kübeln.
Kurz entschlossen verschoben wir den Etappenstart auf den Nachmit-tag
und erweiterten dafür unseren Horizont im Museum Schloss
Grandson. So war es uns vergönnt, auf trockener Strasse das
dritte Teilstück nach Le Bémont unter die Räder zu
nehmen. Vor Le Locle artete das Wetter dann regelrecht aus. Im Nu
füllte sich der Begleitbus bis zur maximalen Auslastung.
Für die Übriggebliebenen füllten sich dann wenigstens
noch die Rennschuhe. Dank ständigem Tempoforcing der
Wassertreter waren beide Gruppen beinahe gleichzeitig in Le
Bémont. Beide hatten aber unterwegs etwas verloren, die einen
die Brummitafel, die anderen den Brummi-Täfelisprinter...Nach
einer warmen Dusche und einem ausgiebigen Nachtessen kehrten die
Lebensgeister aber schnell wieder zurück.
Für das letzte Teilstück stieg nun wieder Toni in die
Hosen, was ihm einen neuen Übernamen und den andern einen
unvergesslichen Tag bescherte. Wie weiland Hugo Koblet am Lukmanier
wurde unser Toni Peng von der Defekthexe verfolgt. Doch allen
Widerwärtigkeiten zum Trotz erreichten alle wohlbehalten das
Endziel Basel. Die Heimreise per Zug und Bus verlief wiederum
problemlos. Zum gelungenen Abschluss einer unvergesslichen Ferientour
lud uns die Familie Eilinger noch zum Nachtessen ein. Herzlichen
Dank.
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