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Ferientour 1994: Elsass

Marco Schai berichtet uns seine Eindrücke von der diesjährigen Ferientour, die uns fünf Tage lang ins schöne Elsass entführte:

Am 1. August, um ca. 9 Uhr, besammelte sich ein Rudel von zehn begeisterten RMVlern bei Eilingers, um sich vor der Abreise zu stärken. Letzte Abschiedsworte, dann ging's los. Die ganze Meute, verpackt im Bus, fuhr nach Basel.

Nach der Schweizergrenze hiess es Velos abladen. Mit gefüllten Bidons schwangen wir uns auf die Sättel. Nach 75 km flacher Fahrt und einigen Pausen war die 1. Etappe bis Belfort überstanden. Dort nahmen wir die Jugendherberge in Beschlag. Am Abend entführte uns Hansueli zu einer Städterundfahrt. Nach langer Irrfahrt kamen wir zu einer Festung, die wir bestürmten. Allerdings gerieten wir nur vor verschlossene Türen. So blieb uns nichts anderes übrig, als umzukehren.

Am nächsten Morgen stand eine schwierige Strecke bevor, doch machten wir uns guten Mutes auf den Weg. Jeder bezwang den Ballond d'Alsace (1167 m. ü. M.). Als wir dann an jeder Ampel von Mulhouse gestanden hatten, bezogen wir unsere Jugendherbergplätze. Nach dem Nachtessen waren einige besorgt, sie könnten kein Restaurant finden. Das war jedoch kein Problem.

Auch am Mittwoch zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Es stand eine schwierige Etappe vor uns, doch kein Hindernis war für uns zu klein. So machten wir es uns auf dem Grand Ballon, nach langer Aufwärtsfahrt, gemütlich. Hansueli hatte Grund genug, seine rote Sonnenstore aufzustellen. Dort konnten wir gemütlich und am Schatten Z'mittag essen. Dann ging's weiter nach Colmar. Kaum hatten wir dort die Herberge bezogen, als die ersten nach Restaurants Ausschau hielten.

Am Donnerstag wurde etwas langsamer geradelt, da ein riesiger Rummel vor dem Markt war. Darum bummelten wir später zu Fuss weiter. Einige passten auf die Velos auf. Es war ein typischer Markt, wo noch richtig gehandelt wurde. Von Fleisch bis zu Kleidern war alles zu haben.

Am Freitag hiess es schon wieder Abschied nehmen vom liebgewonnenen Elsass mit seiner schönen Landschaft und den vielen Rebbergen (dennoch wurde dem Gerstensaft eifriger zugesprochen). Pünktlich bereit starteten wir zum längsten Teilstück Colmar-Uzwil (230 km). Schon von Beginn weg wurde ein hohes Tempo angeschlagen. Vor der Schweizergrenze war die erste langersehnte Pause. Manche tranken literweise Mineralwasser, es war so heiss. An der Wagenbreche, nach etwa 170 km, luden viele ihre Velos auf den Bus.

Wenn auch nicht alle Uzwil auf zwei Rädern erreichten, durften trotzdem alle auf ihre körperliche Leistung stolz sein. Schnell eilten alle nach Hause um zu duschen, denn schon zwei Stunden später trafen wir uns bei Eilingers zum Grillplausch. Vielen Dank von allen!

P.S. Trotz der meist sengenden Hitze erlebten wir eine unvergessliche Ferientour bei bester Kameradschaft und einer herrlichen Gegend. Es lebe die Ferientour 1995!

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Letzte Änderung: 29.11.2009, Autor: Marco Schai
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