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Ferientour 1997: Berner Oberland

Vom 6. bis zum 11. Juli fand in Spiezwiler im Berner Oberland die Ferientour 1997 statt. Unsere drei Rennfahrer aus Wolfertswil, Stefan und Marcel Schilliger und Severin Gschwend, schildern uns im folgenden, wie sie diese Tage erlebt haben.

Am Sonntagmorgen, noch zur Schlafenszeit, fuhr der Bus bereits nach Fisibach, wo drei Rennfahrer das Rennen bestritten. Die restlichen (mit ein paar Ausnahmen) besammelten sich bei Eilingers zum Frühstück. Nachdem sich alle gestärkt hatten (auch Mathias, der von Fisibach mit dem Velo nach Niederuzwil fuhr), pedalten sie unentwegt im Regen nach Fisibach. Dort wurden alle Velos für die Busfahrt nach Spiezwiler aufgeladen. Nach einem gemütlichen Nachtessen trafen dann auch die restlichen der insgesamt zwölf Teilnehmer ein.

Am Montag hiess es gleich einrollen und das Gelände des Berner Oberlandes kennenlernen. Diese Etappe führte uns nach Kirchdorf im Gürbetal. Hier wurde eine Zusatzschlaufe gefahren, fanden doch drei Wochen später auf der bekannten Gerzensee-Strecke die Schweizermeisterschaften der Junioren und Anfänger statt. Dann ging's weiter Richtung Emmental. Am Fusse des Schallenbergs verliess uns Patrick, denn er wollte zurück in die Unterkunft, um seinen Bruder Philipp anzufeuern der verdiente nämlich zu dieser Zeit seine Brötchen in der Tour de France. Der Schallenberg wurde von jeder und jedem souverän bezwungen, auch die "schnell gemachte Abfahrt". Am Dienstag führte uns Mathias über den Jaunpass in den Kanton Fribourg. Obwohl jeder sein Tempo fahren konnte, kehrten oben die ersten schon wieder um. Trotz des sehr starken Gegenwindes kamen wir vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause.

Die Grosse Scheidegg stand am Mittwoch auf dem Terminkalender. Die Anfahrt zu diesem seit der Tour de Suisse 1996 bekannten Pass wurde in einem normalen Tempo bewältigt. In Innertkirchen füllten alle ihre Bidons randvoll, denn Patrick sagte uns voraus, dass es noch lang und steil wird. Der Aufstieg war toll, kein Verkehr störte uns, nur Wanderer und Postautos, die wohl nicht gerade Freunde des Radsports sind. Auch die Grosse Scheidegg bezwangen alle aus eigener Kraft. Selbstverständlich auch Toni, der kaum oben angekommen gleich ein grosses kaltes Bier trank. Nach einer sehr, sehr heiklen Abfahrt kamen alle gesund und glücklich im Hotel Restaurant Rössli an.

Am Donnerstagmorgen hiess es für die Willensstärksten dieser Ferientour Mathias, Patrick, Toni, David, Severin und Marcel früh aufstehen. Es stand nämlich eine Etappe von 160 km, über den Schallenberg, Glaubenbühlenpass und dem Brünig auf dem Programm. Für alle anderen begann der Tag etwas später. Sie absolvierten eine lockere Tour rund um den Thunersee und danach genossen sie das Sommerwetter in der Badi. Am Schallenberg kamen wir erstmals so richtig ins Schwitzen. Die schwarzen, dicken Wolken zogen am Fusse des Glaubenbüelenpasses erstmals auf. Wir setzten auf die Karte Hoffnung und wollten vor dem Regen nach Hause kommen. Wir hatten noch einen langen Weg vor uns. Mathias und Patrick konnten dem Regen davonfahren. Wir drei, die nach der Pulsuhr fuhren und Toni schafften dies nicht. Wir waren schon nass, bevor wir uns in Giswil zum Mittagessen trafen. Über den Brünig wurden schlieslich alle durchnässt und von der Kälte gepackt. Auf der Ebene unten hatte Petrus für kurze Zeit erbarmen mit uns. Das war aber nicht von Dauer. Im Hotel Restaurant Rössli kamen wir total durchnässt aber glücklich an. Von uns sechs wurde niemand krank! Emilie, Alex, Martin, Stefan 2x und Arnold wurden in der Badi vom Regen überrascht.

Am Freitag hiess es schon wieder Abschied nehmen vom Berner Oberland. Im Schnellzugstempo fuhren wir nach Burgdorf. Dort wartete schon der Bus , mit dem es nach Niederuzwil ging. Am Abend lud uns Famillie Eilinger zu einem Grillabend ein. Für zwei Rennfahrer rief jedoch das Bett schon früh, denn am Samstag stand das nächste Rennen wieder auf dem Programm.

Toni und Claire vielen Dank für den tollen Grillabend und Mathias vielen Dank für die ganze Organisation. Die Ferientour 97 war wirklich ein super Erfolg! .

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Letzte Änderung: 29.11.2009, Autor: Peter Kuhn
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