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Erlebnisbericht Patrick Buschor: Inferno Triathlon 2000

INFERNO-TRIATHLON / UNVERGLEICHLICHE EINDRÜCKE

Selbst der Freitag, mit dem Einrichten der Wechselzonen ist schon eine nicht ganz einfache Sache. Doch diesmal, mit dem guten Wetter und guten Prognosen war`s etwas einfacher. Wichtig ist, dass man sich schon in`s Rennen hinein versetzt und eventuelle Ereignisse nicht ausser acht lässt! Neben der ganzen Bekleidung (ich ziehe mich im Gegensatz zu den Spitzenleuten immer noch 2x vollständig um) muss auch Material für allfällige Defekte bereit gelegt werden. Feste Nahrung und volle Bidon`s dürfen auch nicht vergessen werden. Am Abend in Mürren, muss man einfach überzeugt sein, alles gut vorbereitet zu haben, denn jetzt könnte man nicht mehr reagieren.

Nach der Athleten-Information, welche im Gegensatz zum Gigathlon zu einer christlichen Zeit durchgeführt wurde, gibt`s eine kleine Pasta-Party bei der man aber eine schlechte Depotfüllung der letzten Tage und Stunden nicht mehr wettmachen kann und auch nicht sollte. Für einen doch eventuell überbelasteten Magen genehmige ich mir etwas später noch einen Grappa.

Die Übernachtung in Mürren hat sich bewährt und so kann ich mich beim Anblick auf umliegende Bergspitzen und Gletscher in der Abenddämmerung in die richtige Stimmung für den Inferno 2000 bringen.

Obwohl ich wie die meisten Kollegen auf den früheren, ersten offiziellen Car aufsteige, wird es in Thun am Start sehr hektisch, denn die Zeit ist sehr knapp. (Der Bus wartete in Stechelberg viel zu lange bis, er endlich losfuhr)

Es hatte noch knapp zum Start gereicht und im Wasser stellte ich mit Erleichterung fest, dass die Temperatur im Gegensatz zum letzten Jahr sehr angenehm war. Auch mit der Sicht war`s diesmal kein Problem und so konnte ich meine Zeit vom letzten Jahr um 10 Minuten unterbieten. Dass war schon ein 1. Schritt um diesmal unter 10 Stunden am Ziel zu sein. Gegenüber dem letzten Jahr wollte ich mich um mindestens eine halbe Stunde verbessern und stellte dafür eine Marschtabelle auf. Auf dem Rennvelo und dem Bike ging`s darum permanent 'Druck zu Machen', so konnte ich sogar meine interne Zeitrechnung unterbieten. Zwischendurch musste aber doch immer wieder Zeit sein, um die Augen auf die herrliche Umgebung zu richten. (Vom Beatenberg zum Thunersee/ von der Rosenlaui zum Gletscher hoch/ von der kleinen Scheidegg zur Jungfrau/ usw.) Nachdem ich, als guter Abfahrer, in der Abfahrt von der gr. Scheidegg einen knapp vor mir liegenden Kokurentten nicht einholte, tat es umso besser, als ich auf der Bikestrecke einige Top-ten-Leute vom letzten Jahr überholen konnte.

Ich wechselte als 9. auf die Laufstrecke mit knappem Rückstand auf Rang 6. Auch wenn mich mein Magen auf der Laufstrecke ein weiteres mal zwang, einen Abstecher vorzunehmen lag noch einiges im Bereich des Möglichen. Bei 2`200 Höhenmeter auf der Laufstrecke könnte man noch einiges umkrempeln.

Aber ausgerechnet auf der Bergstrecke, wo ich am meisten Reserven gegenüber 1999 vermutete holte ich kaum Zeit heraus. So musste ich noch einige Mitstreiter passieren lassen, konnte aber meinerseits ebenfalls noch überholen. So reichte es für den angestrebten 10. Platz und ich blieb auch deutlich unter 10 Stunden.

Obwohl zum 6.Platz eine recht kleine Differenz war und dies auch optisch in den Kehren gut zu Erkennen war, konnte ich nicht mehr zulegen. So war ich sehr zufrieden, an diesem Tag alles heraus geholt zu Haben, auch wenn ich überzeugt bin, mit einer noch besseren Tagesverfassung starten zu können.

Der Schlussteil ab Mürren verlangt einem alles ab, auf 8,5km sind nochmals knapp 1`400 Höhenmeter zu bewältigen. Die 2km-Marke hat man auch schon lange) passiert und das Schilthorn erblickt man immer noch unglaublich weit oben.

Alles geht etwas einfacher, mit der Vision oben speziell herzlich... empfangen zu werden und mit dem Gedanken, dass man bald richtig die Weile haben kann, um die herrliche Umgebung wirken zu lassen.

Ein Finishen auf dem Schilthorn, ... ein wirklich infernalischer Höhepunkt.

P.S.1: beim Inferno zählt noch die Leistung (kein Windschattenproblem)!!!

P.S.2: da ich mich super erholt hatte, und die Form sogar eher noch besser wurde, viel es echt schwer, die zu Saisonbeginn geplante Pause auch zu beginnen, ... vor allem nach einem solchen Wettkampf, wo alles stimmte. Aber jetzt gilt es schon, auf die nächste Saison zu blicken, welche in Hawaii enden soll.

Patrick

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Letzte Änderung: 29.11.2009, Autor: Patrick Buschor
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