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Bericht 31. Juli 1991

31. Juli 1991: Grosser Erfolg für den Zuzwiler Radrennfahrer:

Philipp Buschor 1992 Elite-Amateur

Der 20jährige Zuzwiler Philipp Buschor hat sein grosses Saisonziel erreicht. Mit einem tollen vierten Platz beim Strassenrennen in Embrach erhöhte er sein Punktetotal auf 37 Zähler, was die Elite-Qualifikation bedeutet.

Im Schweizer Radsport existiert eine eigentliche Dreiklassen-gesellschaft. Auf der obersten Stufe stehen die Berufsfahrer, die an den grossen klassischen Eintagesrennen und Rundfahrten wie Tour de France, Giro d'Italia, Tour de Suisse usw. an den Start gehen. Darunter und quasi als Sprungbrett zum Profistatus stehen die Elite-Amateure. Sie fahren die bekannten Amateurrennen im In-und Ausland wie Ostschweizer Rundfahrt, GP Tell oder Friedensfahrt. Sie werden von Firmen-Sportgruppen ausgerüstet, betreut und in Form von Leistungsprämien unterstützt. Auf der dritten Stufe stehen die gewöhnlichen Amateure. In dieser Kategorie sind alle anderen Rennfahrer zwischen 18 und 42 Jahren integriert.

35 Punkte als Hürde

Um nun den Status als Elite-Amateur zu erhalten, muss ein Amateur eine gewisse Punktzahl erreichen. Diese wird vom Nationalkomitee jährlich neu festgelegt und beträgt für diese Saison 35 Punkte. Ein Sieg an einem nationalen Strassenrennen bringt zwölf Punkte, ein zehnter Platz noch einen Punkt ein. Keine leichte Aufgabe also, die in den letzten Jahren durch die Erhöhung des Punktelimits von 25 auf 35 Punkte noch erschwert wurde.

Nervensache

Schon zu Beginn der Saison deutete Philipp Buschor an, dass er in seiner zweiten Saison als Amateur die magische Punktzahl erreichen könnte. Das Mitglied des RMV Uzwil-Oberbüren sammelte fleissig Punkte, allerdings immer nur häppchenweise. Je länger je mehr entwickelte sich die Punktehatz zu einer richtigen Nervensache. 30 Punkte standen vor der dreiwöchigen Rennpause im Juli auf seinem Konto, mindestens ein sechster Platz war also noch nötig.

Velotour als Erfolgsgeheimnis?

Gerade zur richtigen Zeit brachte die Ferientour des Veloklubs den arg gestressten Rennfahrer wieder auf etwas andere Gedanken. Im Kreise der Klubkollegen wurden im gemütlichen Tempo die Höhenzüge des Juras von Genf bis nach Basel mit dem Velo überquert. Am Tag nach Abschluss der Tour stand das Rennen in Embrach auf dem Programm. Philipp behielt die Nerven bis ins Finale, zog in einer Sechsergruppe dem Feld davon und erreichte als Spurtsieger dieser Verfolgergruppe den vierten Rang. Geschafft!

1992 als Lehrjahr

Nach diesem Erfolg drängt sich die Frage nach der sportlichen Zukunft auf. Nächstes Jahr hat Philipp sowohl die Lehrabschluss-prüfung wie die RS zu bestehen. Da Neulinge in der Elitekategorie in den meisten Fällen sowieso ein hartes Brot essen, wird 1992 wohl ein Lehr-und Zwischenjahr sein. Es ist zu hoffen, dass Philipp in einer gut organisierten Sportgruppe Erfahrungen sammeln kann. Da verschiedene Mannschaften vor einer unsicheren Zukunft stehen, ist dies im Moment keine Selbstverständlichkeit.

Porträt Philipp Buschor

Geboren am 12. März 1971

186 cm gross, 72 kg schwer

wohnhaft in Zuzwil

Beruf Landschaftsbauzeichner-Lehrling

lizenziert seit 1989 (Junior)

Mitglied RMV Uzwil-Oberbüren

Erfolge:

1989: 1. Chur-Arosa

1990: 3. Final Kilometertest, 6. Schellenbergrundfahrt, 3 Siege an Bahnrennen

1991: 9. Lugano, 4. Nordwestschweizer Rundfahrt, 9. Frauenfeld, 8. Uznach, 3. Schynbergrundfahrt, 8. der 2. Etappe der Tour du Jura, 6. Wattrundfaht, 4. Embrach. Elite-Qualifikation

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Letzte Änderung: 04.12.2011, Autor: Peter Kuhn
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