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Rennbericht 18. Juli 1992

18. Juli 1992: Kantonales Mannschaftsfahren in Niederglatt:

Uzwiler Vierer kämpfte bravourös

Beim Rad-Mannschaftsfahren der Kantone Zürich und Aargau in Niederglatt ZH vom vergangenen Sonntag erkämpfte sich der Vierer des RMV Uzwil-Oberbüren den tollen achten Rang.

Obwohl das 100km-Mannschaftsfahren auf der Strasse eine olympische Disziplin ist, werden in der Schweiz nur sehr wenige solche Rennen durchgeführt. Der VMC Niederglatt im Zürcher Unterland bietet den Zürcher Vereinen jedoch alljährlich eine vorzüglich abgesperrte Strecke und eine tadellose Organisation. Dieses Jahr benutzten auch die Aargauer Vereine diese Infrastruktur und trugen ihre Kantonalmeisterschaft ebenfalls in Niederglatt aus. Als stets willkommene Gastmannschaft nahm der RMV Uzwil-Oberbüren zum dritten Mal in Folge teil.

Schneller Start

Der RMV Uzwil-Oberbüren startete in der Besetzung Philipp und Patrick Buschor, Peter Kuhn und Martin Neff. Ersatzmann Stefan Tappeiner übernahm das Amt des sportlichen Leiters. Die vier Uzwiler starteten sehr schnell, vor allem an den Anstiegen von Nassenwil, Steinmaur und Raat wurde ein hohes Tempo angeschlagen. In den abfallenden Teilstücken wirkte sich die Verwendung von konventionellem Material jedoch nachteilig aus. Dennoch holte das Team die vor ihnen gestarteten Mannschaften von Affoltern und Oerlikon schon sehr früh ein.

Rekrut Buschor muss leiden

Die erste der drei Runden à 33,5 km wurde so in guten 46 Minuten zurückgelegt, und auch die zweite war mit 47 Minuten nur unwesentlich langsamer. In der letzten Runde bekam dann aber vor allem Elite-Amateur Philipp Buschor das hohe Tempo und die grosse Hitze zu spüren, zumal er seit einer Woche in der Rekrutenschule weilt. Dennoch wurde auch noch die Mannschaft vom VMC Wohlen stehen gelassen.

 

Turbulentes Finale

Rund 15 km vor dem Ziel erlitt der bis dahin am stärksten führende Peter Kuhn Hinterraddefekt. Die drei verbliebenen Uzwiler entschlossen sich, nicht zu warten. Nach Reglement wird ja die Zeit des dritten Fahrers gewertet. Am letzten Aufstieg nach Raat konnte aber Philipp Buschor die Pace endgültig nicht mehr mithalten. Zum Glück konnte aber gleichzeitig der in der Zwischenzeit depannierte Kuhn wieder aufschliessen.

So nahmen denn Patrick Buschor, Neff und Kuhn die letzten 10 km zusammen in Angriff. Nach dem grossen Effort konnte aber Kuhn keine Führungsarbeit mehr leisten. Jetzt sprangen aber Neff und Buschor in die Bresche und gaben ihr Letztes. Völlig ausgepumpt erreichten die drei nach zwei Stunden und 23 Minuten das Ziel, was einen guten Durchschnitt von 42,2 km/h ergibt.

Tolle Bilanz

In der Endabrechnung erreichten die vier Uzwiler den hervorragenden achten Rang unter achtzehn Mannschaften. Die vor ihnen plazierten Mannschaften bestanden fast durchwegs nur aus Elite-Amateuren und verwendeten Spezialmaterial wie Scheibenräder, Triathlonlenker und Zeitfahrrahmen. Eine tolle Bilanz also, die auch für die Schweizer Meisterschaft vom 4. September einiges verspricht.

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Letzte Änderung: 04.12.2011, Autor: Peter Kuhn
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