 | | Bericht 9. Dezember 1992 |  |
9. Dezember 1992: Zuzwiler Elite-Amateur am Zürcher
Sechstagerennen:
Buschor/Schmid beste Neulinge
Am diesjährigen 40. Zürcher Sechstagerennen war auch ein
Mitglied des RMV Uzwil-Oberbüren am Start. Der Zuzwiler Philipp
Buschor belegte am Amateur-Sixjours zusammen mit seinem Partner Roger
Schmid (Schaffhausen) den tollen siebten Schlussrang.
Den beiden Neulingen Philipp Buschor und Roger Schmid war im
Vorfeld des Rennens wenig Kredit gegeben worden. Beide hatten im
Sommer in Romont die Rekrutenschule als Radfahrer absolviert. Die
beiden konnten zwar von einer grosszügigen Trainingsregelung
profitieren, doch der konditionelle Rückstand am Ende der RS war
dennoch beträchtlich. In den Vorbereitungs-Américaines im
Zürcher Hallenstadion kämpften die beiden Nachwuchsfahrer
nur mit mässigem Erfolg. So gehörten die beiden
Ostschweizer im Feld der 18 Sixday-Teams zu den "kleinen"
Mannschaften, was sich auch in ihrer Startnummer (18)
wiederspiegelte.
Stetige Fortschritte
So war das erste Hauptziel der beiden, nicht zu den Paaren zu
gehören, die nach den ersten beiden Etappen ausscheiden mussten.
Dies gelang ihnen dank viel Einsatz relativ problemlos, und zur
dritten Etappe starteten Buschor/Schmid in den Leibchen der
ausgeschiedenen Mannschaft 10. In den folgenden Etappen kamen die
beiden mit der Américaine-Technik immer besser zurecht und
konnten auch aktiv ins Renngeschehen eingreifen. In der 6. Etappe
gelang ihnen als Dritte das beste Etappenresultat, das mit einem
Rundengewinn verbunden war. Ein weiterer Rundengewinn brachte das
Paar noch weiter nach vorn in der Hierarchie, und nach dem Finale in
der Schlussnacht standen die beiden mit dem siebten Schlussrang zu
Buche.
Beste Neulinge
Überlegene Sieger des Zürcher Amateur-Sechstagerennens
wurden die Ostschweizer Didi Rüegg (Rossrüti) und Patrick
Vetsch (Grabs). Dieses Paar spielte eine noch nie gesehene
Überlegenheit aus und nahm der zweitplazierten Mannschaft ganze
elf Runden ab. Zudem gewannen sie sechs von neun Etappen und das
Finale. Buschor/Schmid verloren als Siebte 14 Runden an
Rüegg/Vetsch, aber nur deren drei an die Zweitplazierten
Anderwert/A.Meier. Damit verdienten sie sich das Prädikat "beste
Neulinge".
Optimismus für 1993
Philipp Buschor wird sich nach den sechs strapaziösen
Nächten erst einmal erholen. Ende Dezember beginnen dann die
Vorbereitungen für die Strassensaison 1993. Der für die aus
der GS Girini hervorgegangene Sportgruppe Scott-BarcolAir-Portas
startende Buschor erhofft sich von seiner ersten richtigen
Elite-Saison einiges, zumal sich seine Mannschaft mit einigen
namhaften Fahrern verstärkt hat (u.a. Roland Meier, Beat Meister
und Roland Baltisser). Es bleibt zu hoffen, dass sich Philipp Buschor
nach den schnellen Holzlatten auch auf dem harten Asphalt etablieren
kann.
|