 | | Rennbericht 31. Dezember 1992 |  |
31. Dezember 1992:
Rennbericht 1992
Die Rennsaison 1992 warf keine hohen Wellen. Dies war allerdings
schon am Jahresbeginn absehbar, mussten doch drei unserer
stärksten Fahrer in die Rekrutenschule einrücken. Dennoch
war der RMV übers ganze Jahr an den Rennen gut vertreten, und
der eine oder andere Erfolg konnte erzielt werden.
Unser Eliteamateur Philipp Buschor war in seinem ersten Jahr in
der höchsten Rennklasse gleich doppelt handicapiert. Er
gehörte nicht nur zu jenem Trio, welches die RS zu absolvieren
hatte, er hatte auch noch die Lehrabschlussprüfung zu bestehen.
So konnte man von ihm natürlich noch keine Spitzenränge
erwarten. Dennoch zeigte er einige gute Leistungen, was ihm den
Kantonal-meistertitel und die Teilnahme an der Ostschweizer Rundfahrt
einbrachte. Sein bestes Resultat war der 12. Rang in der OSR-Etappe
von Aadorf nach St.Gallen.
Nach bestandener Rekrutenschule bestritt Philipp als Neuling das
Zürcher Amateur-Sechstagerennen. An der Seite des Schaffhausers
Roger Schmid erkämpfte er sich den tollen siebten Schlussrang
unter 19 Mannschaften. Philipp wird 1993 in der Mannschaft
Scott-Barcol Air-Portas die Rennen bestreiten.
Bei den Amateuren war der RMV mit Patrick Buschor, Martin Neff,
Stefan Tappeiner und Peter Kuhn vertreten. Patrick Buschor
kämpfte mit viel Einsatz und Engagement, doch oftmals
verhinderte Pech oder mangelnde Übersicht ein besseres Resultat.
Zwei zehnte Plätze an Strassenrennen und nahezu zwanzig
Ränge in den ersten dreissig waren seine Ausbeute. Martin Neff
absolvierte die Frühlings-RS, kam aber danach recht schnell in
Form. Er gehörte zum Strassen-Vierer, der beim Zürcher
Kantonalen in Niederglatt den beachtlichen achten Platz erreichte
(zusammen mit Philipp und Patrick Buschor und Peter Kuhn). Ansonsten
bestritt er vor allem Mountain-Bike-Rennen. Stefan Tappeiner
kämpfte einmal mehr mit gesundheitlichen Problemen. Trotz einer
seriösen Vorbereitung kam er anfangs Saison gar nicht auf Touren
und erreichte erst im Herbst eine gute Form.
Der Rennchef Peter Kuhn demonstrierte an den Rennen vor allem die
offensive Fahrweise, die allerdings selten von Erfolg gekrönt
war. Mit dem zweiten Platz am Bergrennen Sion-Nendaz erreichte er
seine beste Klassierung. Ganz verzichten mussten wir dieses Jahr auf
Mathias Eilinger, der wegen Lehrabschluss und RS keine Lizenz
löste.
Bei den Junioren vertrat einzig Mario Isler die Uzwiler Farben.
Leider konnte er seine ausgeprägte Spurtschwäche noch nicht
beheben, so dass ihm praktisch ausschliesslich Ränge zwischen
zehn und zwanzig blieben. Immerhin wurde er zweiter der
Kantonal-Meisterschaft und durfte sowohl an der Waadtland-Rundfahrt
wie auch am GP Rüebliland teilnehmen. Am Juniorenfinal erreichte
er das Ziel zeitgleich mit dem Sieger, aber eben, das Spurten...
Bei den Damen stand einzig Präsidentin Emilie Lienhard im
Renneinsatz. Sie zeigte wie gewohnt grossen Einsatz und erreichte
einige beachtliche Rangierungen. Gespannt sein kann man auf Astrid
Hofstetter, die im Frühjahr ihr Renndebüt gibt.
In den Nachwuchskategorien sieht es im Moment gar nicht rosig aus.
Mit Pascal Rempfler und Marcel Schilliger stehen aber zwei grosse
Talente vor den ersten Schritten im Rennsport.
Ebenfalls in Ressort des Rennchefs fiel dieses Jahr die
Ferientour. Sie führte die sechzehn Teilnehmer während
fünf Tagen ins Bündnerland und ins Südtirol. Dabei
galt es die Pässe Flüela, Ofen, Stelvio, Umbrail, Bernina
und Albula zu überwinden. Trotz der Anstrengungen war die
Stimmung meist hervorragend, wozu auch das optimale Wetter
beitrug.
Die Klubmeisterschaft wurde zum zweiten Mal nach dem neuen Modus
durchgeführt. Dabei gewann mit Bert Bühler erstmals ein
Nicht-Lizenzierter. Pascal Rempfler wurde Zweiter, auch er bestreitet
(noch) keine Rennen. Dieses Schlussresultat zeigt, dass mit diesem
Modus alle eine Chance zum Sieg besitzen. Insgesamt wurden neun
Läufe ausgetragen.
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