 | | Tour du Jura 1994 |  |
21. Juni 1994:
ETAPPENRENNEN "Tour du Jura"
Vom 18. - 20. Juni bestritten vier Amateure des RMV
Uzwil-Oberbüren die Tour du Jura. Dieses dreitägige Rennen
quer durch den Kanton Jura ist die einzige Rundfahrt für diese
Kategorie in der Schweiz und stellt daher für die meisten
Teilnehmer ein wichtiges Saisonziel dar. Dabei erzielte Martin Neff
als Gesamt-Zehnter erneut ein Spitzenresultat.
Als eines von 25 Fünfer-Teams stand die Mannschaft "Region
Wil" mit Mathias Eilinger, Mario Isler, Peter Kuhn, Martin Neff und
Gastfahrer Stephan Tschudin am Freitagabend am Start des Prologes
inmitten von Delémont. Dieser Prolog wurde in Form eines
Rundstreckenrennens ausgetragen, wobei Zeitbonifikationen vergeben
wurden. Die Uzwiler erzielten dabei zwar kein Spitzenresultat,
verloren aber auch nur geringfügig Zeit auf den Sieger Oliver
Rindlisbacher.
Peter Kuhn Fünfter
Die erste "richtige" Etappe führte am Samstagmorgen von
Courtételle nach Vicques über 75 Kilometer. Etwa zehn
Kilometer vor Beginn der berüchtigten Steigung zum Tiergarten
attackierte Peter Kuhn, schloss zur vorausfahrenden Spitzengruppe auf
und konnte so den Aufstieg mit einem Vorsprung von etwa 40 Sekunden
auf das Feld in Angriff nehmen. Kurz vor dem Bergpreis stiessen
mehrere Fahrer aus dem Feld zur Spitze vor, was in der Abfahrt zur
Bildung einer Zehnergruppe führte. In einem hartumkämpften
Finale siegte der Luzerner Markus Kammermann im Sprint, Peter Kuhn
wurde hervorragender Fünfter. Im um 37 Sekunden distanzierten
ersten Hauptfeld erreichten Martin Neff und Mario Isler das Ziel,
Mathias Eilinger lag im zweiten Feld weitere 35 Sekunden
zurück.
Bergankunft bei grosser Hitze
Bei grosser Hitze wurde am Samstagnachmittag zur 85 Kilometer
langen zweiten Etappe von Delémont nach Pleigne gestartet.
Martin Neff erreichte das am Ende einer langen und sehr nahrhaften
Steigung gelegene Ziel mit den Besten und klassierte sich als
Vierzehnter. Mario Isler hielt bis wenige Kilometer vor dem Ziel mit
den Vordersten mit und verlor im Schlussaufstieg nur etwa drei
Minuten auf den Sieger Emmanuele Granzotto. Mehr Mühe bekundeten
Peter Kuhn und Mathias Eilinger, die der grossen Hitze und den
Steigungen Tribut zollten und mit fünfzehn bzw. achtzehn Minuten
Rückstand am Ziel eintrafen.
Furiose Schlussetappe
Am Sonntagmorgen stand das letzte und zugleich längste
Teilstück auf dem Programm. Die noch immer geringen
Zeitabstände auf den vorderen Positionen des Gesamtklassements
führten auf den 122 Kilometern zwischen Delémont und
Courtételle wiederum zu einem sehr angriffigen Rennen. Nach
mehreren Attacken bildete sich eine Elfergruppe, in der leider kein
Uzwiler vertreten war. In dieser kritischen Phase spannte sich Peter
Kuhn vor das Feld und gab die Führung bis zur letzten Steigung
praktisch nicht mehr ab. So erreichte Martin Neff das Etappenziel als
Elfter mit nur 38 Sekunden Rückstand auf den Etappen- und
Gesamtsieger Markus Kammermann und konnte sich im Schlussklassement
noch auf den tollen zehnten Rang verbessern. Während Mario Isler
im Gesamtklassement guter 39. wurde, beendeten Peter Kuhn und Mathias
Eilinger das schwere Rennen wegen des grossen Zeitverlustes am
Samstagnachmittag in den hinteren Regionen.
Auszug aus der Rangliste:
Prolog: 29. Peter Kuhn, 30. Martin Neff, 31. Mathias Eilinger, 32.
Mario Isler
1. Etappe: 5. Peter Kuhn, 45. Mario Isler, 54. Martin Neff, 74.
Mathias Eilinger
2. Etappe: 14. Martin Neff, 43. Mario Isler, 95. Peter Kuhn, 102.
Mathias Eilinger
3. Etappe: 11. Martin Neff, 38. Mario Isler, 68. Mathias Eilinger,
93. Peter Kuhn
Gesamtklass.: 10. Martin Neff, 39. Mario Isler, 93. Peter Kuhn,
94. Mathias Eilinger
125 gestartet, 100 klassiert.
Mannschaften: 12. Region Wil Punkteklassement: 6. Peter Kuhn
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