 | | Rennbericht 25. März 1996 |  |
25. März 1996: Am Ostermontag Kriterium «Rund um den
Bühler» in Uzwil
Radsport total am Ostermontag in Uzwil
Am Ostermontagmorgen um 9 Uhr fällt der Startschuss zum
ersten Rennen des diesjährigen Kriteriums «Rund um den
Bühler» in Uzwil. Wer um diese Zeit schon auf den Beinen
ist, kann bis zum späten Nachmittag nicht weniger als acht
Rennentscheidungen miterleben, als Höhepunkt diejenige der
Elitefahrer mit Start um 14.30 Uhr.
Nachdem vor zwei Jahren das letzte «Rund um den
Bühler» durch die nasskalte Witterung stark
beeinträchtigt wurde, hoffen die Organisatoren diesmal auf mehr
Wetterglück. Dies wäre dann auch eine Belohnung für
die grosse Arbeit, die im Vorfeld und am Renntag selbst geleistet
werden muss.
Nachwuchskategorien am Morgen
Es gehört in Uzwil zur Tradition, den Nachwuchskategorien
eine Startmöglichkeit zu verschaffen. Den Beginn machen dieses
Jahr die Anfänger (Jahrgang 1980 und 81), die um 9.00 Uhr zu
ihrem Rennen über 24 Runden antreten. Mit Arnold Dubach, David
Frei und Marco Schai gehören auch drei Uzwiler zum
40köpfigen Fahrerfeld. Gleich nach Ende des Anfängerrennens
wird die erste von drei Schülerkategorien an den Start gerufen
werden. Zu beachten gilt es hier die talentierten Gebrüder
Schilliger aus Wolfertswil. Ab zwölf Uhr gehört dann die
Rennstrecke den Schülern ohne Lizenz. In beiden
Schüler-Plausch-Kategorien sind Nachmeldungen noch bis eine
Stunde vor dem Start möglich.
Piraino Favorit des Amateurrennens
Das grösste Feld wird wie üblich von den Fahrern der
Kategorie Amateure gestellt (Start 12.45 Uhr). Von den gegen 70
Interessenten konnten nur 45 für das Rennen selektioniert
werden. Während Patrik Hinder, Mario Isler, Michael Köpfli
und Fabian Ritter vom organisierenden RMV Uzwil-Oberbüren eher
zu den Aussenseitern gehören, zählt der Niederuzwiler
Adriano Piraino zu den Favoriten des über 40 Runden
führenden Rennens. Der talentierte 19jährige fährt
seit diesem Jahr im Trikot des VC Lugano. Ebenfalls zu beachten gilt
es Bruno Dudli aus Niederwil als ehemaliger Elite-Amateur und
Kriterienspezialist.
Elite: Neue Kategorie
Das grösste Interesse gilt natürlich dem Rennen der
Kategorie Elite mit Start um 14.30 Uhr. In dieser durch den
Weltverband neu geschaffenen Kategorie starten diejenigen Fahrer, die
letztes Jahr als Profi oder Elite-Amateur lizenziert waren. Die
Kategorie «Profi» ist also gewissermassen abgeschafft
worden. Die Unterschiede werden nun über die
Weltranglistenpunkte der Mannschaft gemacht. Als Fahrer der ersten
Kategorie gelten somit zum Beispiel Philipp Buschor und Alexandre
Moos, deren Mannschaft Saeco die momentane Nummer sechs der
UCI-Weltrangliste ist. Jacques Jolidon, Armin und Roland Meier
gehören Mannschaften der Kategorie zwei an. Zu den
Benachteiligten dieser neuen Regelung gehören Einzelfahrer wie
Bruno Risi, Kurt Betschart oder Karl Kälin. Sie müssen sich
zwingend einer grösseren Mannschaft anschliessen, wenn sie an
Rennen wie der Tour de Suisse teilnehmen möchten. Für die
«gewöhnlichen» Elite-Amateure, die in den Schweizer
Mannschaften organisiert sind, ändert sich hingegen nicht viel.
Hier werden in Uzwil die Fahrer der Sportgruppen Ericsson-Villiger
(ehemals GS Scott), Fixträger AG, Bianchi-Saeco und
Wetzikon-Gerber zumindest zu den Aussenseitern zählen.
Risi/Betschart oder Buschor?
Ein klarer Favorit ist im Feld nicht auszumachen, vor allem auch
deshalb, weil die stärksten Fahrer ohne grosse
Mannschaftunterstützung auskommen müssen. Immerhin als Duo
treten dabei die engen Freunde Bruno Risi und Kurt Betschart aus dem
Urnerland auf. Ob die beiden nach der langen Sechstagesaison aber
bereits wieder eine genügende Form aufweisen, ist unsicher. Auf
die Unterstützung des Westschweizers Alexandre Moos kann der
Zuzwiler Philipp Buschor zählen. Er hat seine gute Verfassung
bereits in Klingnau als Dritter unter Beweis gestellt. Ob einer
dieser Favoriten oder ein anderer Fahrer nach den 60 Runden obenaus
schwingt, wird das Rennen zeigen. Für Spannung ist jedenfalls
gesorgt.
Umsorgte Zuschauer
Wer am Ostermontag den Rennen als Zuschauer oder Zuschauerin
beiwohnt, wird sein Kommen kaum bereuen müssen. Für
fünf Franken Eintritt inklusive Programmheft kann sieben Stunden
lang spannender, hochstehender Sport verfolgt werden. Für die
Verpflegung mit Speis und Trank sorgt die Festwirtschaft in
Zielnähe. Zwischen 13.00 und 13.30 Uhr kann man sich dort sogar
eine signierte Autogrammkarte von bekannten Fahrern wie Bruno Risi,
Kurt Betschart oder Philipp Buschor verschaffen. Ein
Gratis-Wettbewerb mit tollen Preisen rundet die Veranstaltung ab.
Kleine Verkehrsbehinderungen
Am Renntag wird es für die übrigen Verkehrsteilehmer zu
kleinen Behinderungen kommen. Während ein Teil der
Bahnhofstrasse, Fabrikstrasse und Sportstrasse von 8.30 bis 17 Uhr
für jeglichen Verkehr gesperrt sein werden, wird die
Gupfenstrasse zur Hälfte offengehalten. Die Postautokurse nach
Niederuzwil verkehren über die Herrenhofstrasse.
|