 | | Rennbericht 8. Mai 1996 |  |
8. Mai 1996: Eveline Eisenring und Philipp Buschor am
Bahn-Weltcup in Italien
Eveline Eisenring schnupperte im Weltcup
Vergangenes Wochenende fand in Busto Garolfo in der Nähe
Mailands das bisher bestbesetzte Bahn-Weltcuprennen dieser Saison
statt. Am Start waren mit Eveline Eisenring (Niederuzwil) und Philipp
Buschor (Zuzwil) auch zwei Mitglieder des RMV
Uzwil-Oberbüren.
pku. Für die achtzehnjährige Juniorin Eveline Eisenring
war der Start in Busto Garolfo der erste internationale Auftritt in
der Elitekategorie. Entsprechend vorsichtig wurde sie von
Bahn-Nationaltrainer Horst Schmidt an die Aufgabe herangeführt.
Im Einzelzeitfahren über 500 Meter sollte sie versuchen, ihre
Bestzeit von 38,9 Sekunden zu bestätigen. Trotz störenden
Windeinflusses gelang ihr mit 39,3 Sekunden eine ausgezeichnete Zeit,
womit sie in einem Klassefeld den 13. Rang erzielte. Gegen noch
stärkere Gegnerschaft musste die einzige Schweizerin im
Punktefahren über 20 Kilometer antreten. Unter den 30
Konkurrentinnen aus 20 Nationen war sie die jüngste und wohl
auch unerfahrenste Starterin. Dennoch hielt das grosse Talent
problemlos im Pulk mit. Bei der drittletzten Wertung gelang ihr am
Hinterrad von Weltmeisterin Inga Haringa (NL) gar ein Punktgewinn,
was ihr den ausgezeichneten zwölften Schlussrang eintrug. Mit
dieser kecken Vorstellung hat sich die Niederuzwilerin für
weitere internationale Einsätze empfohlen.
Philipp Buschor mit Ziel Atlanta
Der Zuzwiler Professional Philipp Buschor unternahm in Busto
Garolfo einen ersten Test im Hinblick auf das olympische
Verfolgungsrennen in Atlanta. Da Buschor bei seiner Sportgruppe Saeco
in erster Linie als Strassenfahrer engagiert ist, konnte er sich aber
nicht gezielt auf dieses Rennen vorbereiten. Vielmehr musste er an
der Tour de Romandie täglich Helferdienste leisten und schied in
der letzten Etappe nach Genf mit einer Erkältung aus. Dass er
nur fünf Tage nach Ende der Westschweizer Rundfahrt nicht zu
seinem besten Rendement fand, war so nicht erstaunlich. Mit 4:50
Minuten für die 4000 Meter blieb er rund zehn Sekunden unter der
angestrebten Zeit. Nun bleibt Buschor noch die Möglichkeit, sich
mit einer guten Zeit auf der Offenen Rennbahn in Oerlikon für
die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Auf der Strasse steht als
nächstes grosses Rennen die Tour de Suisse auf seinem Programm,
wo er beim Prolog in Wil am 11. Juni als Lokalmatador (Alex
Zülle ist abwesend) an den Start gehen wird.
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