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Rennbericht 15. Juni 1996

25. Juni 1996: Eveline Eisenring auf der Bahn, Adriano Piraino auf der Strasse top

Eveline Eisenring an der Junioren-WM

Grosse Erfolge der Uzwiler Radsportler: Am vergangenen Mittwoch sicherte sich Eveline Eisenring in Zürich-Oerlikon mit einem neuen Bahnrekord über 500 Meter die Teilnahme an der Junioren-WM. Adriano Piraino erreichte an der Tour du Jura den dritten Gesamtrang und steht vor dem Aufstieg in die Elitekategorie.

pku. Als Eveline Eisenring vor Jahresfrist als blutige Anfängerin bei den Bahnmeisterschaften gleich den Bronzeplatz erreichte, waren die Fachleute völlig überrascht. Seit diesem Coup hat sich die achtzehnjährige Schülerin in der nationalen Hierarchie nach vorne gearbeitet und auch schon international ihre ersten Sporen abverdient. So gehörte sie bei der diesjährigen Schweizermeisterschaft, traditionsgemäss als Omnium ausgetragen, schon im Vorfeld zu den Favoritinnen.

Junioren-WM Limite erreicht

Die beiden Lieblingsdisziplinen der Niederuzwilerin, das 500 Meter-Zeitfahren und der Sprint, standen am Anfang des wegen schlechten Wetters stark verzögerten Wettkampfs. Nicht überraschend erzielte sie über die eineinhalb Bahnrunden à 333 Meter die schnellste Zeit. Die 38,3 Sekunden bedeuteten jedoch sowohl Oerliker Bahnrekord als auch die Limite für die Junioren-WM in Novo Mesto (Slowenien). Im Sprint kam es im Final zum Duell zwischen der Newcomerin Eisenring und Altmeisterin Evelyne Müller (Matzingen). Die Juniorin lancierte den Spurt eingangs Zielkurve von der Spitze aus und hielt Müller bis zum Band in Schach. Damit behauptete sie die Führung in der Gesamtwertung.

Konservierte Spannung

Die dritte Disziplin, die Einzelverfolgung über drei Kilometer, wurde von der früheren Triathletin Karin Möbes dominiert. Eveline Eisenring wurde in einer Zeit von 4:09 Minuten gute Vierte. Das abschliessende Punktefahren über zehn Kilometer musste leider wegen wiederholten Regens auf den 6. August verschoben werden. Dabei präsentiert sich die Ausgangslage äusserst spannend. Eisenring führt mit einem Rangpunkt Vorsprung auf Müller, diese liegt wiederum einen Punkt vor Nicole Ebner. Da bei Punktgleichheit die Zeit im 500 Meter -Zeitfahren entscheidet, ist die Ausgangslage für die Fahrerin des RMV Uzwil-Oberbüren am günstigsten. Trotz der guten Aussichten auf den SM-Titel konzentriert sich die junge Fahrerin nun aber ganz auf ihren Einsatz an den Weltmeisterschaften.

Adriano Piraino als Stärkster Dritter

Der neunzehnjährige Adriano Piraino startete am grössten Schweizer Amateur-Etappenrennen, der Tour du Jura, in der gemischten Mannschaft des RV Altenrhein. Taktisch schlecht beraten, verlor er im Prolog, einem Rundstreckenrennen in Delémont, bereits 30 Sekunden auf die Schnellsten. Diesen Rückstand konnte er in der ersten Etappe wegen eines Defekts nicht zu verkürzen. Am Nachmittag vermochte er im überaus steilen Aufstieg zum Tiergarten mit der Spitze mitzuhalten und klassierte sich als Etappendritter. Damit war der Maschinenzeichner im Gesamtklassement wieder bei den Leuten. In der letzten Etappe verpasste er jedoch den Abgang einer Spitzengruppe mit den Favoriten. Mit ungebrochenem Angriffsgeist jagte er dieser Gruppe nach und konnte sie in extremis noch einholen. Im Finale fehlte ihm verständlicherweise etwas die Frische, als Sechster verlor er aber nur fünf Sekunden auf den Sieger Markus Blessing. Im Gesamtklassement endete Piraino neun Sekunden hinter Blessing und dem Ex-Elitefahrer Peter Bodenmann als Dritter. Ohne die 30 Sekunden Malus aus dem Prolog hätte er jedoch deutlich gewonnen.

Starke Schüler und Anfänger

Auch bei den Jüngsten konnten die Uzwiler Rennfahrer brillieren. Bei den Schülern erreichten die Gebrüder Schilliger aus Wolfertswil Spitzenresultate. Marcel, der um ein Jahr ältere, wurde in gutbesetzten Rennen Dritter in Winterthur, Fünfter in Märwil und Siebter in Wetzikon. Sein Bruder Stefan stand ihm als Dritter in Märwil, Vierter in Winterthur und Fünfter in Wetzikon nicht nach. In der Kategorie Anfänger verpasste Marco Schai als Vierter beim Kriterium Jona das Podest nur knapp. Bei der schwierigen Schellenbergrundfahrt in Ruggell FL wurde Schai Neunter, der Uzwiler David Frei guter Zwölfter.

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Letzte Änderung: 04.12.2011, Autor: Peter Kuhn
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