 | | Rennbericht 5. August 1996 |  |
5. August 1996: Schweizer Damen-Bahnmeisterschaften in
Oerlikon
Eveline Eisenring holte Silber
Nach einer Pause von über einem Monat wurde die
diesjährige Bahnmeisterschaften der Damen mit dem Punktefahren
abgeschlossen. Die Führende nach drei Disziplinen, Eveline
Eisenring aus Niederuzwil, wurde im Kampf um die Goldmedaille von
Titelverteidigerin Evelyne Müller knapp bezwungen.
pku. Die Ausgangslage hätte nicht spannender sein
können. Nach 500 Meter-Zeitfahren, Sprint und Verfolgung waren
Eveline Eisenring, Evelyne Müller und Nicole Ebner nur durch je
einen Rangpunkt getrennt. Bei Punktgleichheit hätte die bessere
Zeit über 500 Meter für die achtzehnjährige Juniorin
des RMV Uzwil-Oberbüren entschieden. Für Evelyne
Müller sprach die ungleich grössere Erfahrung. Diese
vermochte sie dann auch auszuspielen und gewann das Punktefahren
über 30 Runden souverän. Eveline Eisenring hingegen verlor
etwas die Übersicht und gab das Rennen schon zu früh
verloren. In der letzten Punktewertung ging sie leer aus und wurde
noch von Nicole Ebner vom zweiten Platz verdrängt. Im
Schlussklassement lag sie mit neun Rangpunkten einen einzigen Punkt
hinter der alten und neuen Schweizermeisterin Evelyne Müller,
sicherte sich aber nach Bronze im Vorjahr die Silbermedaille in
diesem seit Jahren spannendsten Titelkampf. Damit ist die
polysportive Niederuzwilerin zweifache Vizemeisterin, beendete sie
doch diesen Winter mit dem EHC St.Gallen-Bruggen die Eishockey-Saison
der Nationalliga A ebenfalls auf dem zweiten Platz.
Einzige Schweizerin an der Junioren-WM
Dank der hervorragenden Resultate in dieser Saison qualifizierte
sich Evelye Eisenring als einzige Schweizerin für die diese
Woche stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften in Slowenien.
Zwölf Jahre nach Christoph Burgermeister ist damit erstmals
wieder ein Mitglied des RMV Uzwil-Oberbüren an einer solchen
Meisterschaft vertreten. In Nove Mesto, 70 Kilometer
südöstlich von Ljubliana, wird Eisenring das 500
Meter-Zeitfahren und das Punktefahren bestreiten. Über die zwei
Bahnrunden ist ihr durchaus eine vordere Plazierung zuzutrauen, ist
sie doch mit 38,3 Sekunden Inhaberin des Schweizerrekordes.
Möglicherweise wird sie nach den Bahnwettbewerben auch noch am
Strassenrennen an den Start gehen. Auf einer als eher leicht
einzustufenden Strecke ist die gute Sprinterin für eine
Überraschung gut.
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