 | | Rennbericht 7. Oktober 1996 |  |
7. Oktober 1996: Saisonschluss im Strassenrennsport
Marco Schai zweimal Zweiter
Während im internationalen Radsport nach den
Strassenweltmeisterschaften in Lugano noch zwei Weltcuprennen auf dem
Program stehen, ging die nationale Velosaison Anfangs Oktober zu
Ende. In den letzten Rennen vor der Winterpause erzielten Uzwiler
Rennfahrer noch einmal mehrere hervorragende Resultate.
pku. Besonders hervor tat sich dabei der 16jährige Gossauer
Marco Schai. Beim Kriterium in Olten lag der Gymnasiast bis zur
letzten Wertung in Führung. Im Schlussspurt musste er dann aber
dem Liechtensteiner Marco Eggenberger den Vortritt lassen und
verpasste so den Sieg um winzige zwei Punkte. Der gute Kriterumfahrer
Schai wurde zudem in Sarnen Vierter, in Oberriet Fünfter und in
Schaffhausen Siebter. Auch an Strassenrennen machte der nächstes
Jahr bei den Junioren startende Schai gute Figur. Bei einem schweren
Rennen in Schleitheim konnte er sich auf dem siebten Rang klassieren.
Den krönenden Abschluss bildete aber die auf dem
Original-WM-Parcours von 1971 (Sieger Eddy Merckx) ausgetragene
Mendrisiotto-Rundfahrt. Schai und der ebenfalls sehr talentierte
David Frei (Uzwil) erwischten den Postabgang in der dritten Runde und
konnten sich mit zehn Konkurrenten vom Hauptfeld absetzten. Im
Endspurt auf der leicht abfallenden Zielgeraden wurde Schai nur vom
Sieger Oliver Schuler um eine halbe Radlänge bezwungen. David
Frei spurtete ebenfalls kräftig mit und wurde toller Achter.
Schülermannschaft Schilliger & Schilliger
Die in der Kategorie Schüler startenden Gebrüder
Schilliger aus Wolfertswil erzielten ebenfalls einige achtbare
Resultate. Stefan wurde in Bowil Fünfter, in
Zürich-Industrie Sechster und in Schleitheim Neunter, Marcel in
Bowil Zehnter. Im Schlussklassement der Schweizer
Schülermeisterschaft wurde Marcel im Jahrgang 1982 14., der ein
Jahr jüngere Stefan in seiner Kategorie Neunter. Die über
das ganze Jahr sehr regelmässig fahrenden Youngsters wurden im
Mannschaftsklassement 13. unter 31 klassierten Mannschaften.
Hobbyfahrer als Klassikerjäger
Der Begriff «Klassik» ist im Radsport ein
inflationärer Begriff geworden. Bald jedes Rennen, das zum
zweiten Mal stattfindet, schmückt sich mit diesem Prädikat.
Einige Veranstaltungen aber tragen diese Auszeichnung mit Recht. Bei
den Strassenrennen trifft dies bestimmt auf die Züri-Metzgete
zu. Seit einigen Jahren wird für die Hobbyfahrer eine
«Volksmetzgete» ausgetragen. Die Uzwiler Farben vertrat
dabei der ehemalige Elite-Amateur Peter Kuhn aus Oberuzwil, der das
Ziel auf der Rennbahn Oerlikon in der ersten Verfolgergruppe als 15.
erreichte. Eine Woche später stand die Schweizer Bergklassik
Chur-Arosa auf dem Programm. Im Open-Rennen mit Sieger Mauro Gianetti
wurde Peter Kuhn 64., Christian Meisser 149. und auch der
rekonvaleszente Toni Eilinger erreichte als 226. das Ziel im
nasskalten Arosa.
Eine veritable Klassik ist bestimmt auch das Militärradrennen
St.Gallen-Zürich. Die Affiche hiess dabei wie letztes Jahr Rad
05 gegen Fahrrad 93. Trotz Siebengangübersetzung und
Slicksreifen wurde abermals ein Fahrer auf dem mittlerweilen
ausgemusterten Eingänger Sieger dieses bei besten Bedingungen
ausgetragenen Rennens. Die Uzwiler hielten sehr gut mit, Adrian
Schläpfer (Rickenbach) wurde hervorragender Achter, Peter Kuhn
(auf dem neuen Rad) 16., Patrick Buschor (St. Moritz) 22. und Martin
Stieger (Wil) 242. bei 460 Klassierten.
An den kommenden drei Samstagen, am 19. und 26. Oktober sowie am
2. November führt der RMV Uzwil-Oberbüren ein
Mountain-Bike-Schnuppertraining durch. Wer über ein
funktionstüchtiges Bike und genügend Kondition für
eine etwa eineinhalbstündige Trainingsfahrt verfügt, ist
herzlich zum Mitmachen eingeladen. Die Trainings stehen unter der
Leitung erfahrener Biker. Treffpunkt ist jeweils um 13.30 Uhr beim
Coop in Niederuzwil.
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