 | | Rennbericht 15. September 1998 |  |
15. September 1998: Starke Herbstrennen
Saisonende kommt zu früh
Zum Ende der Strassensaison erzielten die Uzwiler Rennfahrer
nochmals einige bemerkenswerte Resultate. David Frei erreichte einen
weitereren Podestrang, Marcel Schilliger wurde Fünfter.
Mit grossen Ambitionen war
der Junior David Frei, 18-jähriger Lehrling aus Uzwil, im
Frühjahr in die Strassensaison gestartet. Wegen noch mangelndem
Renninstinkt und einer ausgeprägten Spurtschwäche
resultierten aber stets nur Rangierungen im Mittelfeld.
Paradoxerweise konnte er dann im Sommer an Kriterien, eigentlichen
Sprinterrennen, die ersten Podestplätze erzielen. Dies ist ein
Ausdruck seiner angriffigen Fahrweise, die an einem Kriterium
regelmässig in Form von Wertungspunkten belohnt wird. So
verdiente er sich anfangs Juli den dritten Rang am Kriterium
Wädenswil mit einem mutigen Vorstoss in der Anfangsphase des
Rennens. Sein bisher bestes Resultat erzielte er kürzlich am
Kriterium Erstfeld, wo er als Führender das Rennen in der
allerletzten Wertung verlor. Ein einziger Wertungspunkte fehlte zum
ersten Sieg, der zweite Rang wird ihm aber vermehrtes Vertrauen in
seine Fähigkeiten geben.
Dieses gesteigerte Selbstvertrauen manifestierte sich auch am
folgenden Wochenende, wo Frei in der Mannschaft Ostschweiz am GP
Rüebliland, dem traditionellen internationalen
Vier-Etappenrennen für Junioren teilnahm. Trotz eines Sturzes
und eines Defektes blieb er bis zur Schlussetappe stets in
Tuchfühlung mit der (Welt-)Spitze. Nochmaliges Materialpech in
der letzten Etappe kostete ihn einen Rang in den ersten 30.
Marcel Schilligers Finish
Das letzte Strassenrennen der Saison fand in Oberwil BL statt.
Betreut vom ehemaligen Amateur-Rennfahrer Stefan Tappeiner gingen die
Uzwiler Nachwuchsfahrer noch einmal topmotiviert an den Start.
Severin Gschwend wollte es im Juniorenrennen zu gut machen und
lancierte mehrere, letztlich erfolglose Attacken. Der 18. Rang,
erreicht im Spurt des Hauptfeldes, widerspiegelt seine Leistung
nicht. Seine Kräfte besser eingeteilt hatte der Wolfertswiler
Anfänger Marcel Schilliger. Er fand im Finale in einer
Zehnergruppe Unterschlupf, die Jagd auf den Solo-Spitzenreiter
machte. Im Kampf um Platz zwei übernahm Schilliger schon
früh die Spitze, wurde aber kurz vor dem Ziel noch von drei
Mitkonkurrenten überspurtet. Mit Rang fünf egalisierte er
seine bisheriger Saisonbestleistung . Als Neunter in Schleitheim und
Zehnter in Mels hatte er schon in den Wochen zuvor seine gute
Spätform angedeutet. Sein Bruder Stefan kam im Hauptfeld ins
Ziel und wurde noch ansprechender 27.
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