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Rennbericht 7. September 1999

Raddame Eveline Eisenring erreichte ihr Saisonziel

Die fünfte Medaille war die goldene

Noch nie in ihrer Karriere musste die 21-jährige Bahnspezialistin Eveline Eisenring aus Niederuzwil ohne Medaille von Schweizermeisterschaften heimreisen. Nach je zweimal Silber und Bronze reichte es nun erstmals für die goldene Auszeichnung.

pk. Die Bahnmeisterschaften der Damen werden traditionellerweise in Form eines vierteiligen Omniums ausgetragen. Wer nach Sprint, 500 Meter-Zeitfahren, 2 km-Verfolgung und dem abschliessenden Punktefahren über 10km am wenigsten Rangpunkte aufweist, darf sich das Meistertrikot überstreifen lassen. Austragungsort ist nach dem Abbruch der Bahn in Lausanne die einzige übriggebliebene Sommerbahn der Schweiz in Zürich-Oerlikon.

Patzer im Sprint

Nach dem Rücktritt der Thurgauerin Evelyne Müller, Serienmeisterin der letzten Jahre, durfte sich Eveline Eisenring reelle Chancen auf den Titel ausrechnen. Doch ausgerechnet in der ersten Disziplin, dem klassischen Sprint über drei Bahnrunden, musste sie sich der letztjährigen Siegerin des Kilometertests, Dominique Marten (Bützberg) beugen. Da nützte auch ihre Bestzeit in der Qualifikation (200 Meter in 13,03 Sekunden) nichts. Im anschliessenden Zeitfahren über 500 Meter fuhr Eisenring aber in 38,88 Sekunden Bestzeit und übernahm die Führung nach dem ersten Tag.

Nachfolgerin von Edith Schönenberger

Am zweiten Tag liess Eisenring dann nichts mehr anbrennen. Sowohl in der Verfolgung (2 km in 2:37,02 Sekunden) als auch im abschliessenden Punktefahren liess sie ihren Gegnerinnen keine Chance mehr und siegte verdient mit fünf Rangpunkten vor Marten (8 Punkte) und Magali Pache (Fribourg, 12 Punkte). Damit wurde die Fahrerin des RMV Uzwil-Oberbüren vereinsintern Nachfolgerin von Edith Schönenberger, welche diese Meisterschaft 1985 für sich entschieden hatte.

Eveline Eisenring: Bahn-Schweizermeisterin 1999

Neues Umfeld motivierte

Als Hauptgrund für ihren ersten Titelgewinn führte Eisenring die optimale Betreuung durch ihren neuen Trainer Walter Burk an. Unter dem St. Galler Fitnessinstruktor, der sich auch als Sportjournalist einen Namen gemacht hat, wurde vermehrt Wert auf das Ausdauertraining gelegt. Nach einigen Jahren Konzentration auf die Schnellkraftdisziplinen (Sprint, 500 Meter-Zeitfahren) wurde 1999 das Schwergewicht auf das Punktefahren gelegt. Für nächstes Jahr soll auch die bisher vernachlässigte Verfolgung ins Programm aufgenommen werden. Strassenrennen und Kriterien werden auch wieder in die Jahresplanung aufgenommen. Diese Anstrengungen sind nötig, um den Anschluss an die internationale Spitze, von der Eisenring nicht allzu weit entfernt ist, herstellen zu können. Für die Teilnahme an U23-EM und WM reichte es dieses Jahr, auch wegen sehr strenger Selektionskriterien, zwar knapp nicht, doch im nächsten Jahr soll diese Hürde überwunden werden.

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Letzte Änderung: 04.12.2011, Autor: Peter Kuhn
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