RMV Uzwil Home
RMV Hauptseite Radsport Krapf
------
RMV Uzwil, c/o Stephan Tappeiner, Dorfstrasse 24a, 9523 Züberwangen
------
kriterium
programm
berichte
verein
kontakt
archiv news
radrennen
schlagzeilen 2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1998
1997
1996
1995
1994
1993
1992
1991

anekdoten
clubmeister

intern
------

10. Nat. Kriterium 'Rund um den Bühler' 2000

Ein Rennen der Rekorde

Das 10. nationale Rad-Kriterium "Rund um den Bühler" vom vergangenen Sonntag 9. April war ein Rennen der Rekorde. Noch nie waren so viele Teilnehmer auf der Strecke im Renneinsatz, und wohl ebenfalls noch nie säumten bei idealen Wetterbedingungen so viele Zuschauer die attraktive Strecke rund um die Uzwiler Fabriken.

pk. Eine Freiluftveranstaltung im April ist naturgemäss immer ein Wagnis. Nach dem Dauer-Schneeregen von 1998 und dem warmen Föhntag von 1999 fand das Rennen dieses Jahr bei Sonnenschein, am Morgen recht frischen und am Nachmittag angenehmen Temperaturen statt. Dies und das attraktive achtstündige Rennprogramm lockten viele Zuschauer (wie viele ist leider nicht eruierbar) an die Rennstrecke.

Kiwi-Sieg bei den Damen

Die Affiche der beiden Hauptrennen der Damen und Herren war so vielversprechend wie noch nie. Die besten Kriteriumsspezialisten der Schweiz und Süddeutschland, ergänzt mit starken Strassenfahrern und bei den Männern noch Mountainbike- und Querstars wie Thomas Frischknecht und Beat Wabel zierten die Startlisten. Die Charakteristiken der beiden Rennen konnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Bei den Damen setzte die starke Equipe Nürnberger (1999 fünftbestes Team im Weltcup) auf die Karte Angriff, um die unschlagbar scheinenden Sprinterinnen Yvonne Schnorf und Nataliya Yuganyuk auszumanövrieren. Schon nach der zweiten von zehn Sprintwertungen attackierte die neuseeländische Nationalfahrerin Jacinta Coleman, die in der Folge in beeindruckendem kraftvollen Stil ihren Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Hinten im Feld sammelten Schnorf und Yuganyuk zwar fleissig Punkte, doch der Sieg war für sie schon bald in unerreichbare Ferne gerückt. Nach einem schnellen Rennen (über 39 km/h im Durchschnitt) gewann Coleman das 30-Rundenrennen souverän mit über einer Minute Vorsprung und 57 von 66 theoretisch möglichen Punkten. Das Podest wurde komplettiert von der Zürcher Oberländerin Yvonne Schnorf und der in Basel wohnhaften Ukrainerin Nataliya Yuganyuk, die beide ohne Mannschaftsunterstützung auskommen mussten. Von den Ostschweizerinnen fehlten die verletzte Silvia Zoller und die kürzlich vom Radsport zurückgetretene Barbara Heeb. Überraschend stark fuhr die Juniorin Bettina Kuhn aus Mels, die inmitten der Elitefahrerinnen den 14. Rang herausfuhr. Bahnmeisterin Eveline Eisenring (Niederuzwil) beendete das Rennen im Feld als 30.

Spannendes Eliterennen

Im Gegensatz zum Damenrennen stand die Prüfung der Elite- und Profifahrer über 72 km (48 Runden) ganz im Zeichen der Mannschaftstaktik. Die Teams mit starken Sprintern versuchten das Geschehen unter Kontrolle zu halten und neutralisierten jeden Fluchtversuch postwendend. Vor allem das Post Swiss Team, das mit dem Lokalfavoriten Philipp Buschor vom RMV Uzwil-Oberbüren, gewiss kein Sprinter, und den beiden Bergfahrern Beuchat und Bergmann angetreten war, konnte sich zu keiner Zeit wunschgemäss in Szene setzen. Buschor war zudem erst gerade von einer Magen-Darmgrippe genesen und verspürte nicht jene Kraft in den Beinen, die für einen Solovorstoss bei Tempis zwischen 40 und 60 km/h notwendig gewesen wäre. So kam es Wertung für Wertung zu faszinierenden Sprints, wobei die Vorentscheidung jeweils bereits in der sehr schwierig zu steuernden Zielkurve fiel. Nach Rennhälfte führte der Bieler Urs Spycher, der aber in der Folge wegen Magenproblemen etwas Mühe bekundete. So konnten Christian Eminger (Basel) und Auréliaz Clerc (Villeneuve) punktemässig dicht zu Spycher aufschliessen. Vor der letzten, doppelt zählenden Wertung kamen diese drei Fahrer noch für den Sieg in Frage, wobei man den ehemaligen österreichischen Eisschnelllauf-Olympiateilnehmer Eminger zu favorisieren neigte. Doch der 35-jährige jahresbeste Elitefahrer 1999 vergab seine Siegchance wegen einer Rempelei in der letzten Kurve. Die Schlusswertung wurde somit wie schon 1999 eine Beute von Quer-Schweizermeister Beat Wabel, der damit noch auf den fünften Rang vorstiess. Urs Spycher, seit dieser Saison Berufsfahrer in der kleinen KIA-Villiger-Mannschaft, ergatterte nochmals vier Punkte, hielt damit seine direkten Konkurrenten in Schach und feierte seinen ersten Sieg als Profi vor Clerc und Eminger. Mit 44,605 km/h wurde das schnellste Stundenmittel aller bisherigen Austragungen von "Rund um den Bühler" notiert. Von den einheimischen Fahrern enttäuschte Philipp Buschor aus den schon genannten Gründen, während die U23-Fahrer David Frei (Uzwil, 27.) und Severin Gschwend (Wolfertswil, 48.) inmitten der Profis und Elitefahrer eine beachtenswerte Leistung zeigten.

Militär-Podium wie 1999

Bei den Rahmenrennen am Vormittag und über Mittag wurde ebenfalls hervorragender Sport geboten. Die bereits zahlreichen Zuschauer beklatschten im ersten Rennen den neuerlichen Sieg des Militärradfahrers Adrian Schläpfer aus Rickenbach. Zum drittenmal in Folge Zweiter wurde Daniel Markwalder aus Weinfelden. Dritter wurde Urs Glogger aus Münsingen, der ebenfalls einen Stammplatz auf dem Uzwiler Podium besitzt. Damit sah das Podium exakt gleich wie im Vorjahr aus. Im anschliessenden Rennen der Anfänger konnte sich eine Dreiergruppe absetzen, die vom Schwyzer Thomas Strüby vor den beiden Wetzikern Pascal Zaugg und Stefan Trafelet gemeistert wurde. Guter 16. wurde Thomas Holenstein (Uzwil). Grosses Pech beklagte bei den Junioren der Wolfertswiler Mitfavorit Marcel Schilliger, der in einer Kurve mit dem Pedal aufsetzte und schwer stürzte. Trotz erheblichen Schäden an Körper und Material setzte er das Rennen fort und wurde noch Dreizehnter. Sein Bruder Stefan kam ebenfalls nicht richtig in Schwung und klassierte sich als 28. Die besten Sprinter in diesem Rennen waren Martin Ehrismann (Uster, 1.), Andreas Dietziker (Elgg, 2.) und Walti Tresch (Erstfeld, 3.)

Faszinierende Inlinerennen

Zwischen den Nachwuchskategorien am Vormittag und den Hauptrennen am Nachmittag fanden über Mittag ein Schülerrennen und zwei Inlinerennen statt. Bei den Schülern waren 35 Buben und Mädchen am Start, vom Jungrennfahrer bis zum radelnden Dreikäsehoch. Entsprechend zog sich das Feld auch rasch in die Länge. Michi Leutwyler aus Lanterswil und Andreas Wenk aus Jonschwil hiessen die Ersten der beiden Alterskategorien. Gross war dieses Jahr das Interesse an den Inlinerennen. Insgesamt 68 Damen und Herren nahmen die beiden Rennen in Angriff. Bester Funläufer war Christian Iten aus Altendorf. Marcel Fivaz aus Uzwil wurde in seinem ersten Inlinerennen Dritter, exakt 17 Jahre nach seinem Sieg bei den Radjunioren an gleicher Stätte. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich das Inline-Speedrennen. Ein 55köpfiges Feld veranstaltete einen 15minütigen Spurt rund um den Bühler. Die erste Runde wurde mit einem Stundenmittel von über 38 km/h, das gesamte Rennen mit über 36 km/h zurückgelegt. Daniel Grab (Schindellegi, 1.), Johnny Diethelm (Galgenen, 2.) und Philipp Schneider (Zürich, 3.) waren die Allerschnellsten.

Dank des Veranstalters

Das Organisationskomitee von "Rund um den Bühler" dankt den vielen Zuschauern, welche ihr Kommen bestimmt nicht bereuen mussten. Grosser Dank geht an die Behörden, Patronatsfirmen, Inserenten und Gönner, welche die grösste Uzwiler Eintages-Sportveranstaltung wiederum ermöglichten. Den Anwohnern und allen beteiligten Verkehrsteilnehmern danken wir für ihr Verständnis.

 Seitenanfang
 Übersicht

Letzte Änderung: 29.11.2009, Autor: Peter Kuhn
Impressum - Webmaster