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Grossartiges Radsportfest

Joanne Kiesanowski und Simon Zahner heißen die Sieger der Hauptrennen bei der 14. Austragung von 'Rund um den Bühler'. Die rund 200 teilnehmenden Radsportler, aber auch die Inlineskater zeigten begeisternden Sport bei wunderschönem Frühlingswetter.

Hofstetter siegt bei den Junioren

Die Junioren mussten früh aufstehen, um 9.00 Uhr erfolgte der Startschuss zu ihrem Rennen. Es starteten lediglich 13 Fahrer, dies war etwas enttäuschend wenn man bedenkt, dass dies das einzige Juniorenrennen in der Schweiz war. Hofstetter Oliver vom RV Uster kristallisierte sich als bester Sprinter heraus, er konnte sich am Anfang des Rennens sehr viele Punkte ergattern. Auf den letzen Runden konnten sich zwei Fahrer absetzen, Schelling Patrick vom VC Fischingen und Eglin Micha vom RRZ Nordwest. Die beiden konnten den eingehandelte Punkterückstand der ersten Rennhälfte aber nicht mehr wettmachen, und platzierten sich auf den Rängen zwei und drei, womit Oliver Hofstetter das Rennen über 36 km gewann.

Plauschrennen begeisterten

Vier Rennen für Nichtlizenzierte wurden von 10.15 Uhr bis kurz nach dem Mittag durchgeführt. Als erste fuhren die kleinsten Velotalente zwei Runden. Ausgerüstet mit Kindervelos, Mountain- und Citybikes oder Rennvelos im Massstab 1:2 fighteten die sieben- bis zehnjährigen um jede Platzierung. Schon professionell ging es bei den 11- bis 13-jährigen zur Sache. Die ersten zwei dieses Rennes nahmen den weiten Weg von Corbeyrier und Bex auf sich um in Uzwil zu starten und die Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h war für diese jungen Fahrer erstaunlich hoch.

Spannung versprach das Verfolgungsrennen der Militärradfahrer gegen die Hobby-Rennvelofahrer. Die 105 Sekunden Vorgabe der Kämpfer, alle ausgerüstet mit dem superschweren Rad05, waren aber im Nu aufgezehrt. Schon nach 6 von 18 Runden hörten die Militärler die Rennvelofahrer von hinten heranbrausen. Den Sieg machte dann eine neunköpfige Gruppe, ausschließlich mit Rennvelofahrern, unter sich aus. Mari Wagner aus Basserdorf kristallisierte sich als stärkster heraus und gewann dieses Rennen. Als bester auf dem Militärrad klassierte sich Adrian Schläpfer, Mitglied des veranstaltenden Vereins RMV Uzwil, auf dem 10 Rang.

Beim Inlinerennen war der Einfluss des schönen Wetters am meisten spürbar. Es kamen zu den sieben angemeldeten Inlinern am Renntag noch 15 Nachanmeldungen dazu, womit ein interessantes Rennen durchgeführt werden konnte. Die 10 Runden legte Reto Süess aus Gossau am schnellsten zurück. Als beste Frau klassierte sich Susanne Zellweger aus Benken auf dem ausgezeichneten 4. Rang.

Joanne Kiesanowski schlägt Bigla Team im Alleingang

Das Rennen der Frauen war vom Anfang bis am Schluss der Kampf Joanne Kiesanowski (NZ) gegen das Bigla Team, welche mit Bettina Kuhn, Andrea Wolfer sowie Andrea Thürig, Schwester der Weltmeisterin Karin Thürig, mit ausgezeichneten Fahrerinnen antrat. Die Neuseeländerin Kiesanowski, mit schon etlichen internationalen Erfolgen, konnte aber die Vorstoßversuche von Andrea Thürig, natürlich auch noch mit Schützenhilfe vom Specialized Team, parieren. Dank guten Sprintleistungen konnte sie das Rennen mit fünf Punkten Vorsprung gegenüber Andrea Wolfer gewinnen. Vorjahressiegerin Bettina Kuhn konnte sich als dritte ebenfalls auf dem Podest platzieren. Der vierte Rang von Andrea Thürig rundete die ausgezeichnete Mannschaftsleistung vom Bigla Team ab.

Das Podest des Frauenrennens mit Joanne Kiesanowski (1.), Andrea Wolfer (2.) und Bettina Kuhn (3.).

Packendes Eliterennen

Das Rennen der Elite, traditionell der Schlusspunkt der Veranstaltung, wurde von Beginn animiert und schnell gefahren. Obwohl dieses Jahr klingende Namen fehlten, tat dies der Attraktivität des Rennens keinen Abbruch. Zahlreiche Angriffsversuche blieben aber erfolglos, das Bürgis Team mit den starken Sprintern Zahner und Lang hielten das Feld zusammen. Im Final konnte sich ein Duett kurzzeitig absetzen, nach drei Runden war das Feld aber wieder geschlossen unterwegs. Die Wertungssprints wurden knallhart gefahren, von der Zielkurve bis in Ziel wurde voll durchgezogen. Simon Zahner behielt das bessere Ende für sich, der Querfahrer konnte sich mit drei Punkten vor seinem Teamkollegen Pirmin Lang (Sieger vor einem Monat in Fully) durchsetzen. Hinter den klaren Dominatoren des Eliterennens wurde Rene Murpf vom Team Hörmann dritter, als vierter klassierte sich der 44-jährige Christian Eminger.

Die Spitze des Eliterennens in der Zielkurve mit Lang vor Zahner.

Prominente Zuschauer

Der Veranstalter RMV Uzwil kann auf einen erfolgreichen Renntag zurückblicken. Das super Wetter kam sicherlich allen zugute, zum Glück blieben auch nennenswert Unfälle aus. Unter den zahlreichen Zuschauern weilten prominente Gäste, die ehemaligen Radsportprofis Alex Zülle und Beat Breu verfolgten die Rennen vom Strassenrand aus. Es bleibt der Dank an alle Zuschauer für ihr Kommen und den vielen grossen und kleinen Sponsoren und Patronatsgebern für ihr grosszügiges Engagement.

Der strahlende Sieger bei den Elite: Simon Zahner

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Letzte Änderung: 04.12.2011, Autor: Stefan Schilliger
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