Rennbericht von Cyrill

Rennsaisons 2019

Dieses Jahr hat sich für mich viel geändert. Ich habe mir ein Wattmessgerät gekauft. Danach habe Ich David angefragt, ob er Lust und Zeit habe, mich in dieser Mission zu unterstützen. Er war sofort dabei und so begannen wir anfangs Dezember mit dem Training. Ich absolvierte einen Leistungstest auf der Rolle, und kannte somit meinen aktuellen Fitnessstand. Danach erarbeiteten wir realistische persönliche Ziele für die kommende Saison, die ich dann auf Davids Rat aufschrieb, und bei mir an die Magnetwand hängte. Fabian Müller, mit dem wir letztes Jahr an die Radjugendtour konnten, fragte mich, ob ich Interesse an einem Trainingslager über Neujahr in Ligurien habe. Ich war sofort dabei und nutzte die Chance und hob meinen Fitness Level ein rechtes Stück. Wieder zurück in der Schweiz, zurück in der Realität, was bedeutet, es erwarteten mich noch 3 kalte Monate mit viel Rollentraining und langen kalten Grundlage Ausfahrten. Doch ich konnte meine Fitness stetig aufbauen und schon stand das erste Rennen vor der Tür, welches im Tessin stattfand. Der GP Ticino es war der erste Form Test des Jahres. Für mich war wieder vieles neu, da ich jetzt das erste Jahr in der Kategorie U19 fuhr. Die Distanzen verdoppelten sich nochmals im Schnitt auf etwa 100 km. Im Gegensatz zu U17. Etwa die Hälfte der Rennen starten wir zusammen mit den Amateuren. Ich fuhr nach über 90km auf den 23. Rang und platzierte mich so im vorderen Drittel vom Feld. Als nächstes stand bei miserablem Regenwetter Fully auf dem Programm, wo ich erstmals in die Top 20 hineinfuhr. Eine Woche später in Rennaz auch im Wallis, fuhr ich im Rennen das Null Höhen Meter hatte und teilweise über Kies Passagen führte, auf den 16. Rang. Als nächstes stand mit der Tour du Leman die erste Rundfahrt des Jahres an. Diese führte über einen Prolog und zwei bergige Etappen. Prolog belegte ich den 65. Platz von 120 Startern. Für meine Verhältnisse ganz ok. Am zweiten Tag konnte ich mich am Ende des Tages auf den 42. Platz verbessern. Während der dritten Etappe machte sich noch keine Müdigkeit bemerkbar, so konnte ich den guten 22. Tagesrang einfahren. Schlussendlich wurde ich 30.er und 12. Im Jahrgang. Als nächstes standen die zwei Genfer Rennen auf dem Kalender. Am ersten der beiden Rennen, welches praktisch nur flach ist, hatte ich super gute Beine ich probierte mein Glück in einer Fluchtgruppe. Aber wir wurden rasch wieder gestellt und so kam es zum Schlusssprint. Doch leider nicht für mich, denn ich wurde anfangs letzter Runde in einen Massensturz verwickelt, und konnte so mein Potenzial nicht ausschöpfen. Ausser ein paar Schürfwunden an der Hand und einem kaputten Rad trug ich nichts Schlimmeres davon. Am zweiten Tag waren meine Beine ich mehr so top, und es ging nicht mehr viel. Das kalte, nasse Wetter machte es auch nicht lustiger, und so fuhr ich das Rennen ohne Ambitionen fertig. Rangmäßig rettete ich am ersten Tag noch den 26.Platz ins Ziel und am zweiten den 25. So war dieses Wochenende auch vorbei und ich konzentrierte mich voll und ganz auf das Rennen am ersten Mai. Durch meine super Leistung am letzten Tag der Tour du Lemans  konnte ich kommende Woche mit Kaboom und der Nati am Radklassiker Eschborn-Frankfurt starten. Das Rennen war sehr hektisch ich hatte Pech und stürzte im Aufstieg zum Feldberg. So verlor ich den Anschluss an das Feld. Ich fuhr mit meiner Gruppe noch bis nach Frankfurt wo mir aber leider nicht mehr auf die Schlussrunde gelassen wurden. Es war trotzdem eine super Erfahrung und hat Spaß gemacht. Schluss endlich wurde ich als 69. gewertet. Jetzt hatte ich eine Woche Pause verdient, doch diese war rasch vorüber und es stand das nächste Regenrennen an, nämlich Luzern.  Ein Defekt gegen Ende des Rennens kostete mich wertvolle Energie.  Weshalb ich im Schluss Sprint nicht mehr viel erreichte.  Ich klassierte mich auf den 31. Rang mit den Amateuren und 7. Bester in der Junioren Klassierung. An der Berner Rundfahrt hatte ich mir einiges vorgenommen, doch ich merkte am Berg rasch, dass meine Beine nicht richtig auf Touren kamen. So schaffte ich den Anschluss in der dritten Runde nicht mehr und klassierte mich auf den enttäuschenden 52. Platz. An Auffahrt fuhr ich ein sehr aktives Rennen in Diessenhofen. Ich konnte mich aber nicht in eine Fluchtgruppe absetzen. Ich sprintete trotzdem auf Rang 3 der Junioren. Darauf folgte das Pfingstrennen Ehrendingen mit einer sehr flachen Strecke. Es war eine gute Position im Finale gefragt und Sprinter Stärke.  Ich sprintete für meine Verhältnisse auf den guten 8. Rang. In Steinmauer der Hauptprobe vor der SM konnte ich mit dem 9. Rang ein weiteres Top Ten Ergebnis einfahren. Nun stand Sie vor der Tür, die Schweizermeisterschaft. Ich hatte mir vorgenommen, mich zu präsentieren und bis am Schluss zu kämpfen. Ich fuhr ein aktives Rennen, es war ab der Hälfte eine 5 Mann starke Gruppe voraus, mit etwa 2 Minuten Zeitabstand zu mir und dem Hauptfeld. Als, nach einem Sturz, nach der Abfahrt das Hauptfeld geteilt wurde, fasste ich einen Entscheid, und fuhr zusammen mit drei anderen davon. In der zweitletzten Runde verspürte ich Anzeichen von Krämpfen in den Beinen. Nun wusste ich, dass ich im Sprint sicher nichts mehr richten konnte. Über mehrere Runden drückten wir ordentlich aufs Gas und kamen der Spitze immer näher. Anfangs der letzten Runde erfolgte der Zusammenschluss. Ab der Hälfte wurde taktiert und wir fuhren geschlossen auf die Zielgerade. Der Sprint wurde bei 400 m eröffnet doch wegen den Krämpfen war leider nicht mehr so viel los. Doch ich konnte mir den siebten Rang sichern und fuhr so mein bis dahin bestes Saison Ergebnis ein. Eine Woche darauf wartet ein weiteres Etappen Rennen im Elsass auf mich. Ich war mit Domi und Xeno als Leader vorgesehen. in der Ersten Etappe lief es mir nicht wie gewünscht. Es war sehr flach und ich konnte nichts ausrichten, während Domi auf den 11. Platz sprintete. Ich kam aber mit dem Feld ins Ziel und verlor keine Zeit, das war die Hauptsache. Am nächsten Tag beim Bergzeitfahren lief es mir auch nicht wie gewünscht, und ich verlor schon über zwei Minuten im Klassement der Junioren. Für die Nachmittagsetappe, nahm ich mir nochmal viel vor. Ich wusste, dass die Strecke perfekt auf mich passt. Und so ging ich ins Rennen.  Ich blieb immer bei Domi, der nach dem Zeitfahren neuer Leader der Junioren war. Ich spendete ihm Windschatten und leistet Helferdienst. Ich fuhr zusammen mit ihm in der zweiten Spitzengruppe den Berg hinauf. Es lief mir sehr gut und als Domi am zweiten Berg das Tempo nicht mehr halten konnte, durfte ich auf eigene Rechnung fahren.
Ich holte wertvolle Zeit wieder auf. Und fuhr so im Gesamtklassement der Junioren auf den guten zweiten Rang. Damit sicherte ich mir einen Platz im Natiaufgebot.  für die Teilnahme eine Woche später am GP Patton und dem Grand Prix de Luxemburg. Diese Rennen fanden im Rahmen des UCI Junior Nations-Cup statt. Es war eine super Erfahrung einmal auf dem höchsten Niveau mitzufahren. Danach ging ich vier Wochen in die Sommerpause. Dann fanden Basel und ein Rennen im Jura statt, welche aber beide nicht wirklich glücklich verlaufen sind. Ich hatte mich entschieden mich aktiv auf das Rennen Chur – Arosa vorzubereiten. Doch dann kam ein klein bisschen unverhofft doch noch das Aufgebot für den GP Rüebliland. Meine Form war wieder um einiges besser als an den beiden ersten Rennen nach der Sommerpause, doch am ersten Tag kam ich nicht richtig in die Gänge. ich beendete das Rennen leider nur im hinteren Drittel. Am zweiten Tag stand eine Halbetappe und ein Zeitfahren an. Ich ging mit frischen Beinen In das Rennen. Es fühlte sich von Anfang an gut an doch in der zweiten Runde verflog die gute Stimmung rasch. und Ich stellte mit Schrecken fest, dass mein hinterer Wechsler sich nicht mehr betätigen liess. Ich musste ein neues Velo haben. Doch der Velo Wechsel verlief alles andere als reibungslos. Ich verlor schlussendlich zu viel Zeit und schaffte den Kontrollschluss nicht mehr. Zu allem Übel wurde ich die Woche drauf noch krank und mein Start bei Chur – Arosa viel wortwörtlich ins Wasser. Für einen würdigen Saisonabschluss fuhren Pascal und ich an einem Tag auf den Stelvio. Dies führte über 10 Stunden 22 min ,237 km und 5000 Höhenmeter. Insgesamt war es eine Super Saison. Vielen Dank auch an David Frei, der mich als Couch immer und jederzeit unterstützt hat. Ich schaue mit grosser Zuversicht auf die kommende Saison 2020.