32. Laufcup des RMV Uzwil in Henau, 18. Januar 2026
Heute wurde ich bei der Rangverlesung gefragt, wann denn der erste Laufcup stattgefunden hat. Ich musste kurz in mich gehen und kam dann auf Herbst 1990, als ich in Donzhausen am ersten Lauf am Start stand (und auch finishte😊). Eigentlich war das Season 2, aber der erste Lauf, der offen war für alle. Vorher war es eine reine Klubmeisterschaft des RMV Bischofszell. Gerne verweise ich auf das fast vollständige Archiv auf der Laufcup-Homepage, wo die handgeschriebene Rangliste dieser Premiere zu finden ist.
Der erste vom RMV Uzwil organisierte Lauf war dann in Season 3, kurz nach Neujahr 1992. Diese Premiere war dann gleich auch eine Derniere, denn der Lauf oberhalb des Bettenauerweihers war sogar den Velofahrern (Läufer hatte es damals eine Handvoll) zu streng. Seither laufen wir schön flach entlang der Thur mit einer Wende über die berühmt-berüchtige Steigung bei der Kobesenmühle. Heute war der 32. Lauf in dieser Serie, zum 31. Mal der Thur entlang und zum 20. Mal mit Start und Ziel in der Sportanlage Rüti in Henau.
Die Gemeinde Uzwil überrascht uns in der Rüti jedes Jahr mit einer kleinen Neuerung. Dieses Mal war es der doppelt geführte Radstreifen auf der Zubringerstrasse, mit dem die Kommune mit minimalem Aufwand das lästige Parkieren ausserhalb der kostenpflichtigen Anlage eliminiert hat. Das hiess für uns, dass Spätkommende weit weg auf der alten Autostrasse (genannt Stumpenstrasse) in Brübach hätten parkieren müssen. Ganz knapp hat es aber doch gereicht, die 312 Teilnehmer:innen füllten den Platz praktisch komplett auf. Vermutlich hatte es auch noch einige Kirchgänger darunter, denn letztes Jahr gab es noch Lücken, trotz 20 Läufer:innen mehr.
Der Zustand der Laufstrecke war heuer ein Thema, denn der starke Schneefall vom letzten Wochenende und der Wechsel zwischen kalten Nächten und ziemlich warmen Nachmittagen während der vergangenen Woche liessen Teile der Strecke zu einer veritablen Eisbahn werden, mit völlig verdreckten Passagen dazwischen. Zum Glück war es gegenüber meiner Rekognoszierungsrunde vom Freitagmittag dank der kalten Nacht und des Hochnebels (!) viel besser heute. Der Matsch war leicht gefroren und die Eispassagen angerauht und durchzogen mit aperen Stellen. So gab es seitens der Läufer keine aktenkundigen Stürze und auch mein Velo sah im Vergleich zum Freitag sehr viel besser aus.
Nachdem ich das Laufen zu Gunsten von Zwift vor 7 Jahren aufgegeben habe, erkenne ich nicht mehr sehr viele Gesichter. Aber einige sind doch immer noch dabei von früher. Ein sicherer Stammgast ist Cornelis «Gees» Borst, der mit seinen rüstigen 86 Jahren immer noch regen Kontakt zur Laufszene hat. 15 Läufer:innen trainieren nach seinen Plänen, und sechs davon standen heute am Start. Ich selbst gehörte nie dazu, denn mit meiner Marathonzeit von fast vier Stunden «kannst Du mit den Frauen trainieren».
Ebenfalls zu den Nimmermüden gehört Jürg Bruggmann, der frisch pensioniert in seiner 37. Laufcup-Saison steht. Er ist nicht nur Kopf und Seele des Cups seit Tag 1, sondern nach meiner kurzen Analyse auch wirklich der Einzige, der auf der oben erwähnten Donzhausener Rangliste (6.) und auch auf der vom heutigen Lauf (263.) steht. Der Schnitt ist von 3 Minuten 30 auf fast 6 Minuten geklettert, was aber immer noch sehr respektabel ist. Vielleicht kann Gees hier sogar noch etwas optimieren?
Zum Schluss danke ich meinen 9 Helfer:innen vom RMV Uzwil (David K., Martin K., Martin N., Mathias, Stefan S., Tabea, Emilie, Adriano und David F. Uzwil) verstärkt durch Ralf und Stefan vom LC Uzwil, der Gemeinde Uzwil mit Platzwart Domenic Stillhart und seinem Team, Minja Petrovic vom Bistro und allen Teilnehmer:innen für die achtsame Benutzung der schönen Anlage. Bis zum nächsten Mal im Januar 2027!
Hier noch einige Impressionen des heutigen Laufs (Fotos von Emilie Lienhard und Peter Kuhn):

Abbildung 1 Das Kuchenbuffet war dank 33 Bäcker:innen wieder reichlich bestückt und auch eine ganze Box mit erstaunlich weichen Weihnachtsguetzli war zum Naschen bereit

Abbildung 2 Am Start der dezente Hinweis, dass eisige Stellen zu beachten waren

Abbildung 3 Cornelis «Gees» Borst weiss nur zu gut, dass bei mir als Läufer nichts zu erreichen ist

Abbildung 4 Mathias war erstmals mit seinem brandneuen Gravel-Cannondale unterwegs. Zum Glück war es nicht mehr so dreckig wie am Freitag, wäre schade gewesen.

Abbildung 5 Stefan war mit dem ersten Läufer unterwegs, der eine ganze halbe Stunde vor dem zweiten im Ziel war …

Abbildung 6 Für die beiden Schlussbiker Mathias und Martin war die Herausforderung, gleichzeitig abzuräumen und den letzten und somit schnellsten Läufer nicht aus den Augen zu verlieren.

Abbildung 7 Adriano hatte einen Doppeleinsatz, zuerst Parkplatzeinweiser und dann auch noch laufen, mit seinem Freund Markus.

Abbildung 8 Besonders gerne überreicht Jürg Bienenhonig an fleissige Bäckerinnen (Bäcker wurden heute keine prämiert)
