Laufcup 2022 in Henau

Laufbericht von Peter Kuhn (Organisator des heutigen Laufs in Henau)

In der 33. Laufcupsaison hat der RMV Uzwil zum 28. einen Lauf organisiert, zum 27. Mal den Lauf der Thur entlang und zum 16. Mal mit Start und Ziel in der Sportanlage Rüti Henau. Und zum dritten Mal hintereinander und zum vierten Mal insgesamt schreibe ich den offiziellen Laufbericht.

Eigentlich ist es immer etwa dasselbe, also könnte ich ja den Laufbericht von 2020 nehmen und einfach die Zahlen und das Wetter anpassen!? Aber halt, es war schon etwas anders als sonst! Der Beginn morgens um 7 war noch wie gehabt, klamme Finger und eiskalte Füsse beim Herauskramen des Markiermaterials, die beiden Auserwählten, die den Schilder- und-Pfeil-Job, die härteste aller Tagesaufgaben, gefasst haben begrüssen, ausrüsten und auf die Strecke schicken und das Start-Zielgelände bereit machen.

Aber dann stehen da plötzlich gefühlte 10 maskierte Bemäntelte herum, die von jedem das Handy sehen wollen, der Eingang zum Garderobengebäude wird von Martin «Pommfritt» Koch bewacht, das Garderobengebäude heisst zwar so, aber die Garderoben und Duschen sind verriegelt und man wird mit schwäbischem Akzent gefragt, wo man denn das grüne Bändele bekomme, das an meinem linken Handgelenk dabei ist, die dringend benötigte Blutzufuhr zu den durchgefrorenen Fingern zu unterbinden. Nun, das sind Randbedingungen, die zwar unangenehm sind, aber dank deren strikter Einhaltung immerhin ein schöner Lauf angeboten werden kann. Und das Angebot hat für 83 Läuferinnen und 203 Läufer gut genug gepasst, dass sie den Weg nach Henau unter die Räder genommen haben (zu Fuss kam glaube ich niemand).

Mit diesen 286 Teilnehmern lag der Lauf nur 15 % unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre, also seit der Lauf nach der Weihnachtspause stattfindet. Das ist doch wunderbar und beweist, dass das Angebot stimmt und wir nach irgendwann überstandener Pandemie wieder mit deutlich grösseren Teilnehmerfeldern rechnen können (oder müssen, je nachdem).

 Dank meinem Super-Helferteam hatte ich etwas Musse und konnte vor dem Start mit altbekannten aber lange nicht mehr gesehenen Lauf- und Velofreunden plaudern, die topmoderne Zeitmessanlage samt seinen stolzen Operateuren bewundern, das überzeugende Maskenkonzept würdigen und, nachdem der letzte, das heisst schnellste Läufer Jörg Stäheli das Rennen aufgenommen hatte, selber mit meinem E-Bike das Feld von hinten aufrollen.

Dabei konnte ich befriedigt feststellen, dass es nicht viele Hündeler und gar keine Rösseler auf der Runde hatte (vielen Dank an die sechs Reiterhöfe in der Region, die meiner Bitte einmal mehr entsprochen und die Laufstrecke gemieden haben), dafür standen erstaunlich viele Zuschauer entlang des Parcours. Der Laufuntergrund war herrlich angefroren aber überall griffig, nur schade, dass der Hochnebel seinem Namen alle Ehre machte und die Sonne erst passieren liess, als der letzte Läufer das Ziel erreicht hatte. Dieser letzte Läufer hatte es im Vorgleich zu den Vorjahren aber besser, denn er musste sich nicht über das bereits leergefutterte Kuchenbuffet und kalten Tee grämen. Das Verteilen von Halbliter-gütterli mit Wasser knapp über dem Gefrierpunkt ist da doch viel demokratischer!

Kurz nach zwölf Uhr war das Areal bereits entvölkert und das Material wieder zusammengesammelt. Damit extrem früh Feierabend für mich und so konnte ich sogar noch die Abfahrt auf der Streif live am TV verfolgen!

Hoffentlich bis zum nächsten Jahr wieder in Henau!

Zum Schluss noch ein Aufruf in eigener Sache. Der RMV Uzwil (rmvuzwil.ch) organisiert am Sonntag 28. August 2022 das Strassenrennen «Rund um Uzwil» mit Start und Ziel in Oberuzwil. Die Rennen für alle Lizenz-Kategorien und Fun führen über eine acht Kilometer lange Rundstrecke über Oberuzwil-Bichwil-Riggenschwil-Stolzenberg-Uzwil. Für die Absicherung der Strecke brauchen wir über 70 Streckenposten, dazu weitere rund 30 Helfer im Start-Zielbereich und der Festwirtschaft. Aus den eigenen Reihen können wir nicht genügend Helfer aufbieten, darum möchte ich die Gelegenheit nutzen und die sicherlich auch radsportbegeisterten Laufcup-Teilnehmer motivieren, sich an unserem Rennen als Helfer zu engagieren. Wir suchen Leute für den ganzen Tag oder auch nur für Vor- oder Nachmittag. Wir bieten eine kleine finanzielle Entschädigung von maximal 50 Franken, Verpflegung und nach der Veranstaltung ein gemütliches Helferessen. Wer sich angesprochen fühlt, soll sich bitte so bald als möglich bei unserem Helferchef Stefan Schilliger per E-Mail (helfer@rmvuzwil.ch) melden. Vielen Dank im Voraus!

Noch ein paar Fotoimpressionen (Fotos von Emilie Lienhard und mir selbst)

1              Für einmal wurde der Parkplatz nicht ganz voll (es haben 250 Fahrzeuge Platz)

2              Wie Cerberus stellte Martin sicher, dass niemand ohne grünes Bändele das Garderobengebäude betritt

3              Nach dem steilsten Teil des Anstiegs bei der Kobesenmühle sind die Beine blau, der Himmel noch grau und das Ende der Steigung noch nicht in Sicht

4              So schnell war die schnellste Läuferin Fabienne Vonlanthen unterwegs!

5              Kurz nach dem Ziel erhält man eine Maske statt Kuchen und wird freundlich aufgefordert, diese auch zu tragen

6              Herbie wollte es ruhig angehen … Zum Glück gab es noch zehn maskenfreie Meter, um sich etwas zu erholen!

7              Das mit der Flasche habe ich den Skistars abgeguckt!